Sonntag, 29. Dezember 2013

50 stories - Du

kälte. der eiskalte wind zieht an ihren haaren, geht ihr bis unter die haut.
eine leere umhüllt sie, ihre gedanken. sie breitet die arme aus, will davonfliegen. weg mit dem wind, weg mit den vögeln. sie hat genug von diesem schmerz. dem leiden und den lügen die sie täglich erlebt. sie weiß, sie kann sich wehren. sie kann diesen menschen sagen, was sie stört. sie kann sich aufregen, oder einfach still sitzen. sie könnte etwas ändern. 
sie könnte es ändern, wenn sie unzufrieden ist. 
warum auch nicht? sie sollte doch zuerst an sich denken, denn immerhin war das hier ein kampf. ein kampf, in dem es bloß darum ging, nicht auf der strecke zu bleiben. mitzuhalten. doch sie hatte es satt. satt, jeden tag zu sehen, wie sich jeder zu sehr darum bemüht, mitzuhalten. wie jeder über jeden spricht. was jeder über jeden denkt. wie sie sich untereinander verhalten.

bei ihm war es anders gewesen. 

ihre gedanken driften davon, wie ein luftballon, den man nicht festhalten kann, weil der wind zu stark ist. 

er war es gewesen, der ihr gezeigt hatte, wie es richtig ging. wie man in dieser welt zurechtkam. wie sie in dieser welt zurechtkam. "ich will es dir zeigen", hatte er gesagt, in sich hinein gelächelt. sie hatte nie gewusst, was er dachte, aber sie hatte ihm vertraut. alles, was sie zu sagen hatte, ihm anvertraut. "eines tages werde ich nicht mehr da sein. ich werde weitergezogen sein, so, wie es jeder tut", er hatte es gesagt und sie hatte es nicht verstanden. er war nicht wie jeder, das war es ja grade, was ihn so faszinierend gemacht hatte. für sie war er einfach anders gewesen, also, wie konnte es sein, dass er fortgehen konnte, wie jeder andere auch? sie erinnerte sich an den abend, der letzte abend, an dem sie ihn gesehen hatte. sie hatte schon die ganze zeit ein schlechtes gefühl gehabt, doch als sie ihn sah, wurde dieses gefühl intensiver. 

"hallo", er lächelte nicht, wie sonst. seine augen glänzten. sie wusste, was passieren würde, aber sie wollte es nicht wahrhaben. "geh nicht", ihre augen füllten sich mit tränen.
"ich muss", mehr war es nicht, aber es brachte sie dazu, das weinen anzufangen. 
er strich ihr über die wange, wischte die tränen weg, ohne zu merken, dass auch er angefangen hatte zu weinen. 
"du musst nicht", sagte sie. doch er schüttelte den kopf, berührte ihre hand und sah ihr in die augen. 
niemals würde sie diesen blick vergessen.
"es tut mir leid, ich wollte dich nicht allein lassen"
sie gab auf. es hatte keinen zweck. er wollte gehen, dass war ihr schon lange vorher klar gewesen.
"werden wir uns wiedersehen?", sie schluckte. er zuckte mit den schultern. "ich bin kein hellseher. nur ein ganz normaler junge. aber du weißt, es funktioniert nicht. wir verletzen uns sooft. sind viel zu kompliziert"
"du bist nicht nur ein normaler junge. ich liebe dich", ihre stimme sackte in sich zusammen, sie war schwach. 

"gib nicht auf", er küsste sie auf die wange und ließ ihre hand los. sie begann zu zittern.

sie spürt den schwachen hauch seines atems trotz des kalten windes.
wann, oh, wann kommst du zurück?
doch auch der wind kennt die antwort nicht.
sie sieht auf den boden, während die tränen von ihren wangen tropfen.
es war eine liebe gewesen. eine liebe, die so stark und gleichzeitig zu schwach war.
aber es war einzigartig gewesen.
er war einzigartig gewesen.

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Mittwoch, 11. Dezember 2013

oh, it tears me up, I tried to hold on but it hurts too much

manchmal dreht sich das leben schneller in eine andere richtung, als man dachte.
ich meine, es ist nicht so, dass ich jetzt komplett anders bin,
von heute auf morgen einfach radikal ein anderer mensch bin.
aber was auch immer passiert ist, irgendwie scheine ich einen schleichweg zu nehmen.

meine gedanken kreisen plötzlich seltsamerweise um ganz andere dinge.
ich fange an, darüber nachzudenken was ich will.
egal, was andere sagen. und wenn es nur bei kleinen dingen ist
"ich will reingehen,kommst du mit?"
sicher, früher wäre ich die erste gewesen die aufgesprungen wäre
"ja", hätte ich gesagt "ja, ich komme mit", und dass, obwohl ich gern draußen bleiben würde.
obwohl ich lieber in einer gruppe ständ, als mit dir reinzugehen.
aber okay. es ändert sich im moment.
ich bin nicht mehr so abhängig.
ich will auch nicht mehr

dieses ganze gefühlsgedusel
ich meine, ich will nicht kalt oder was auch immer werden.
aber was bringt es mir?
was bringt mir mein ewiges "bitte lass mich nicht allein", geheule?
ich meine, ehrlich, warum überlasse ich diese entscheidung nicht denen, die sie treffen wollen.
wenn jemand gehen will, soll er gehen. die tür zu machen und darüber selbst nachdenken.
es ist nicht, als ob es mir egal wäre.
sondern einfach das bewusstsein darüber, dass ich niemandem sagen kann, dass er bleiben soll, wenn er lieber gehen will.
nur darf ich entscheiden, ob ich die tür jemals wieder öffne, wenn eine person gegangen ist.
denn dann ist es meine entscheidung. und die, die gegangen sind, müssen damit leben,
dass ich sie nicht mehr reinlasse.

oberflächlicher kram kann vorkommen.
sie können klingeln, ich öffne die tür, schaue ihnen in die augen, frage, was passiert ist.
aber hinter der türschwelle, mitten auf dem weg in mein inneres gefühlsleben,
da kommt niemand herein ohne meine erlaubnis.
ich weiß nicht, ob ihr versteht, wie ich das meine.
ich habe keine ahnung, ob das, was ich schreibe, für irgendjemanden (außer für mich) sinn ergibt.
ich hoffe einfach, dass mich niemand missversteht.
ich schotte mich nicht ab, im gegenteil.
und es ist mir auch nicht egal, denn diese egal nummer funktioniert bei mir dummerweise  nie.

es ist einfach,wie ich schon sagte.
ich will nicht abhängig von irgendwem sein.
meine nächte nicht damit verbringen,auf etwas zu warten, was selten passiert.
nachrichten, telefonate, was auch immer.

das lustige ist, dass, während ich diese zeilen schreibe, philipp poisels stimme ertönt.
halt mich, halt mich, halt mich, halt mich fest.
vielleicht ein wenig unpassend. vielleicht auch nicht

  ich denke, für heute reicht es.
meine gedankengänge sind noch unvollständig, wage.
kann noch nicht genau die worte wählen, die ich gern sagen würde.
lassen wir uns überraschen.
überraschen von der liebe, vom sinn, der zukunft

aber vor allem lassen wir uns überraschen vom leben,
denn es überrascht uns täglich.
gute nacht,

xo, e.
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Montag, 2. Dezember 2013

verzweifelt geliebt

ich finde nie einen anfang
und nie ein ende.
ich weiß nicht, wie ich anfangen soll zu schreiben, was ich ausdrücken will.

das leben ist nicht fair
ich weiß nicht, warum ich nicht loslassen kann.
weiß nicht, warum meine gefühle nicht weggehen.
hab keine ahnung, warum ich den tatsachen nicht einfach ins auge sehe
irgendwann, da konnte ich mal leben, ohne auf jemanden angewiesen zu sein.
ohne zu hoffen, den ganzen verdammten tag lang.

niemand meiner freunde versteht mich.
versteht nicht, dass ich nicht einfach "loslassen" kann.
dass ich nicht einfach meine gefühle ändern kann.
ich bin zu schwach
ich sag mir "jetzt wartest du, wartest du einfach ab"
es geht nicht

ich kann dieses gefühl des vermissens nicht unterdrücken.
es kommt wieder. und heute übertreibt es mal wieder maßlos.
vielleicht war das alles einfach zu früh.
vielleicht wäre es anders gewesen, wenn es erst dieses jahr passiert wäre. oder so.
vielleicht wäre es besser gewesen, wenn es nie passiert wäre-
vielleicht auch nicht. keine ahnung.
es war nicht zu spät. aber vielleicht war es zu früh.

ich weiß nicht,was ich tun soll
"ich gehe nicht weg"
hm, klar. ich geh ja auch nicht weg.
 ich bleibe anscheinend ewig. immer. bin nie die, die fort ist.
um mich brauch man sich nicht gedanken machen.
bin ja schließlich immer da.

ich wusste nie von deinen plänen
schade

ist irgendwie doof gelaufen
zu spät
oder eben einfach zu früh

xo, e.
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Sonntag, 24. November 2013

excellent blog award

blogvorstellung bei mein leben und ich

hey.
ich habe den excellent blog award von lavendelwolken bekommen.
danke,danke,danke. <3

die regeln des awards sind diese hier;
- schreibe einen post mit dem award
- beantworte die 11 fragen
- tagge 5 leute, die unter 200 lesern haben
- sage den getaggten bescheid

und das sind die fragen, die ich beantworten muss;
- was fotografierst du am liebsten?
gute frage. ich mag es total, leute zu fotografieren, die lachen. also so ungestellt lachen. einfach so, in den moment rein.
- welche serie schaust du am liebsten?
pretty little liars.
- welche sportart betreibst du?
joggen, schulsport und ja.
- was hältst du von mode?
auf jeden fall ein interessantes thema, aber manchmal auch echt kompliziert.
- dein lieblingsbuch?
die city of bones reihe und harry potter, oha, so klischee.
- was verbindest du mit den beiden wörtern "bester sommer"?
sommer 2012. mit all seinen höhen und tiefen.
- und was verbindest du mit den beiden wörtern "bester winter"?
weiße weihnachten, den weihnachtsmarkt mit einem glühwein ausklingen lassen & schlittschuhlaufen. kuscheln, tee trinken und ganz viel liebe.
- besitzt zu zimmerdeko?
postkarten von freunden und einen kalender, ja.
- würdest du dich selber als selbstbewusst einschätzen?
nein
- besitzt du instagram?
#nein #nein #nein
- findest du datenschutz wichtig?
auf jeden fall, ja doch.

meine 11 fragen an die getaggten:
1. was wäre dein reiseziel, wenn du sofort losfahren/fliegen könntest?
2. wann warst du das erste mal so richtig verliebt?
3. ein lied, was du schon ewig kennst, und es jedesmal trotzdem gerne hörst?
4. karneval, ja oder nein?
5. sind deine freunde wichtiger als deine familie?
6. ohne welchen materiellen gegenstand könntest du kaum leben?
7. wenn du 10 000€  auf deinem konto hättest, aber nur für einen tag, was würdest du mit diesem geld machen?
8. was war dein größter traum als du ein kleines kind warst?
9. apple, samsung oder htc?
10. welchem schauspieler/sänger kannst du kaum widerstehen?
11. einen satz, den du im moment sehr gerne magst?

und ich tagge diese 5 süßen blogger:
1. http://regenwieapplaus.blogspot.de/
2. http://writtenbycla.blogspot.de/
3. http://laughing-angels.blogspot.de/
4. http://jonashablog.blogspot.de/
5. http://samyohneherz.blogspot.de/

xo, e.

Freitag, 22. November 2013

denn einen wunsch hat jeder frei

ja.
da bin ich malwieder. die welt scheint um mich herum dunkler zu werden, winter.
noch kein schnee bei uns, aber bald bestimmt.
schwer zu erklären, was in mir vorgeht.
ich fühl mich unsicher, teilweise wieder gut, dann wieder so schlecht.
meine laune macht binnen sekunden eine 180° drehung.
vor den herbstferien.
da war diese wichtige person noch da. eine freundin, immer da für mich.
jemand, mit dem ich reden konnte. bei dem ich gelernt habe, zu reden. offen.
ich erinnere mich noch, bevor feststand ob sie geht an mein gekritzel in meinem notizbuch.
erinnere mich an das, was ich geschrieben habe, unmittelbar nach dem schock,dass sie vielleicht für ein paar monate 3 oder 4 oder vielleicht auch 5 weg ist.
"das würde mir den restlichen boden unter den füßen wegreißen. wenn sie jetzt geht, kann ich nicht mit ihr reden. wir würden uns verlieren. bitte geh nicht, bitte nicht, bitte nicht."
tja.

als sie weg war, war ich erst wie befreit. befreit von der ständigen angst, ihr irgendwas zu sagen,was sie nicht will. "ich war betrunken", dann ihr blick, der sagt - warum, unnötig, bist du jetzt cooler? -
sie hat mich verstanden und gleichzeitig auch nicht. seit sie weg ist fühl ich mich in so fern besser, dass ich ehrlich zu mir selbst sein kann.
aber das ist es nicht. das hätte ich vorher auch gekonnt, hätte ich einmal nur richtig mit ihr darüber geredet.
aber jetzt, jetzt ist genau das passiert, was ich vermeiden wollte.
sie ist weg, und ich bin hier, und manchmal, besonders, wenn ich grade in der schule bin, da frage ich mich, was ich jetzt tun würde, wäre sie noch da.
ich meine, da sind so viele andere, aber letztendlich ist sie eben einfach die gewesen, mit der ich den tag revue-passieren konnte.
und tja.

sie ist eben weg, und ich erzähle ihr kaum was. sie weiß nicht, was hier grade alles los ist, wie ich mich wirklich fühle, was ich wirklich sagen will.
will sie nicht damit belasten, mit meinem stress, meinen schmerzen.
jedes wort wird von mir auf die goldwaage gelegt, jeder satz wird ernst genommen.
alles bricht zusammen, direkt über mir.
und das einzige, was mich noch retten kann wäre etwas, was stabil ist. fest.
nicht heute hier morgen dort.
nicht heute nett morgen arschloch.
nicht heute hi und morgen bye.

das, was sie mir gegeben hat.
das immer da sein, auch wenn wir angepisst voneinander waren.
das mitgefühl, ohne hintergedanken.
die beständigkeit der freundschaft.

ich vermisse sie.
und ich weiß gleichzeitig, dass diese freundschaft daran zerbrechen wird.
komisch, oder?
sollte ich nicht eigentlich mehr kämpfen für etwas, was ich scheinbar so sehr liebe?
ja, doch.
aber ich tu's nicht, werd's nicht tun, ich kenn mich.
bin nämlich so. vermisse sie auf der einen seite, bin genervt auf der anderen.

so ist das manchmal.
ich sollte mir gedanken machen.
ich rede sehr schlecht über sie.
schlecht reden, sich aufregen mit anderen, dass ist nicht fair.
sie ist nicht da, kann sich nicht verteidigen.
und ich lasse sie sich auch nicht verteidigen.
tue so, als ob alles ok und egal ist.
ist es nicht

aber ok, egal

xo,e.
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Mittwoch, 6. November 2013

look at the stars, look how they shine for you

im moment läuft mal wieder nichts klar.
ich hab sowieso das gefühl, sobald schule anfängt, verkack ich der länge nach.
ich lasse lernen und hausaufgaben schleifen, weil ich einfach schon bis es dunkel wird in der schule sitze. und dann noch tests, demnächst klausuren, ja, natürlich. wie soll man so denn bitte seine motivation bekommen, wenn man quasi den ganzen tag nichts anderes tut als in irgendeinem unterricht sitzen? gut, ich sollte mich wahrscheinlich nicht beschweren. aber jetzt, in genau diesem moment gibt es einfach nur eine grundstimmung in mir, die nicht mehr denken will, nicht mehr nachdenken kann, weil einfach alles so anstrengend ist.

ich will einfach nur die nächsten wochen schlafen, den winter nicht mitbekommen, außer vielleicht, wenn es dieses jahr das erste mal schneit. aber dieses wetter, dieses dunkele, kalte, graue. ich bin noch nicht in herbststimmung. herbststimmung ist auch nur solange okay, wie die sonne noch scheint. solange, bis dann der regen einsetzt, die sonne nicht mehr kommt.

neben all diesen unnötigen beschwerden, bin ich mal wieder genervt von allem und jedem.
ich weiß nicht mal warum ich jeden nervig finde, wahrscheinlich nerve ich selbst viel zu oft.
aber wenn mich auch nur jemand anspricht während ich nach der schule musik höre, könnte ich schon echt an die decke springen.
es nervt mich, dass ich immer angeschrieben werde, von denen, die jeden tag mit mir in der schule reden. und das nervt mich so sehr, dass ich mich andauernd entschuldige, weil ich angst hab, dass diese leute irgendwann fortgehen.
mich allein lassen.
ich will nicht von allem angepisst sein. aber bin es trotzdem.
schade, eigentlich.

ich vermisse den sommer jetzt schon.
aber vorallem will ich wieder in den süden.
mit diesen ganzen netten menschen, die mit waren.
jugendliche, wie ich.
einfach leben, nicht denken.
das einzige,worüber man sich aufregt sind die menschen, die immer kommen und einem was verkaufen wollen.
man lacht darüber, regt sich über diese typen auf aber lacht gleichzeitig.

und ansonsten.
was soll ich sagen?
in der nächsten zeit, wie auch zuvor schon werdet ihr wahrscheinlich wenig von mir hören.
es tut mir leid, aber ich habe im moment so viel stress, dass ich nichtmal zeit finde, um mich von musik richtig zum schreiben inspirieren zu lassen.
ich verspreche euch, ich melde mich, sobald ich kann.
und ich versuche, entspannter zu werden.
und so wie im sommer zu sein - offen, lachend, froh am tag.
und nachdenklich, vermissend und realitätsnah in der nacht.

bis dann.
xo,e.
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Mittwoch, 30. Oktober 2013

ich hab so viel gesetzt, hab erst dich und danach mich verletzt

blogvorstellung bei  lavendelwolken
hallo leute, nach einer längeren pause melde ich mich malwieder.
ich war eine woche im urlaub, und bin jetzt zurück.

wie hab ich es im urlaub so gut geschafft, klarzukommen?
neben dem üblichen vermissen,was vor allem abends schwer war, konnte ich den rest einfach vergessen. ich hab vergessen, wie es ist, den stress zu haben, der irgendwie direkt nach meiner rückkehr wiederkam. hab vergessen, wie weh es tun kann, zu leben.
im urlaub da gab es die unendlich großen lichtermeere. ja, eine welle von sehnsucht war natürlich dabei, aber sie war okay, erwünscht.
weil sie mich daran erinnert hat, was mir fehlt. damit ich mich nicht ganz in der illusion verliere.
damit ich nicht komplett vergesse, was ich zuhause gelassen habe.
träume, ziele, wege.

es war für einen moment egal. es ging mir ausgezeichnet, und gleichzeitig wartete ich sehnsüchtig darauf, wieder zurückzukommen, um eben die zuhause gelassenen schätze wiederzusehen.
es war die goldene mitte. der weg, den man nur kurz nehmen kann,weil er sonst langweilig werden würde. aber trotzdem vermisse ich diesen weg.
diese abende, die mich erfüllt haben. die nächte, die ich nicht alleine verbringen musste.
beim gedanken daran zieht sich alles in mir zusammen.

ich vermisse die zeit. sie ging zu schnell vorbei.
so, wie alles, was zu schön ist, um wahr zu sein, vorbeigeht.

ein tag freiheit wäre schön. weg von hier, weg von dem stress.
einen tag einfach nur das tun, worauf man lust hat. ohne sich gedanken zu machen.

mehr geht grade einfach nicht, die zeilen machen mich nicht zufrieden,
ich tippe sie ein und lösche sie wieder, weil sie mir nicht gefallen,
sie falsch klingen.

fühlt euch umarmt.
ich hab euch gerne.
xo,e.
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Mittwoch, 9. Oktober 2013

don't let me go, don't let me go

 blogvorstellung bei fly away - story blog

enttäuschungen.
das leben hält im moment sehr viele für mich bereit.
natürlich hab ich nichts anderes erwartet.
ich meine, warum auch? ich stehe auf, gehe zur schule, komme wieder, erledige die aufgaben, die ich mir für den tag vorgenommen habe.
nichts außergewöhnliches eben.
aber neben all diesen alltäglichen dingen gibt es da ja noch diese dinge, von denen niemand gerne spricht.

hab ich mir zuviel eingebildet? hab ich vielleicht ein wenig zu überreagiert? ich war so glücklich, so froh, so strahlend. war vielleicht doch nur das wunschdenken da, was mir diese einbildung gegeben hat? klar. was sonst. ich sollte nicht denken,dass ich irgendwem irgendwie besonders einzigartig erscheine. ich hätte sowas nichteinmal in erwägung ziehen sollen.
aber es passiert trotzdem. und tja, so ist das.

aber hey. mir sollte es gut gehen, oder ? ich bin gesund, im gegensatz zu so manch anderem, der mir sehr nahe steht. niemand will mich verprügeln, ich stehe nicht in der schule alleine in der ecke rum und frage mich,warum ich existiere. nein, ich stehe bei meinen freunden und rede, lache, erzähle mit ihnen.
auch, wenn ich manchmal glaube, dass es keine rolle spielt, ob ich dabei bin oder nicht.
wäre ich nicht da, würden sie es genauso machen. ich bin nicht die, die die gruppe zusammenhält. ich bin nicht die, die unverzichtbar ist. ich bin eine von vielen, immer gewesen,
nichts besonderes
für jeden einfach nur eine von vielen
immer so gewesen. 

don't let me go, don't let me go, don't let me go.
the fray. ich weiß nichtmal, wie lange ich die lieder von denen schon höre.
jedenfalls schon lange. ich könnt es jeden tag machen.
es ist keine musik die nervig wird. niemals.
vielleicht wäre das leben einfacher, wenn man sich nicht mehr anlügen müsste.
wenn man einfach genau das sagen könnte, was man denkt.
vielleicht gäbe es dann mehr schmerz, aber vielleicht gäbe es auch mehr liebe.
ehrlichkeit unter menschen wäre doch was tolles.
es ist ja nichtmal so, dass ich denke, dass ich dann nicht mehr verletzt würde.

aber ich hätte lieber ein ehrliches "lass mich in ruhe", als ein unehrliches "sorry, dass ich mich nicht gemeldet hat."
vielleicht gehört es einfach zum leben dazu, vielleicht ist es eine regel des lebens zu erkennen, was wahr und was falsch ist. menschen gehen, so ist das einfach.
viele gehen, viele sind schon gegangen, viele, die mir wichtig waren
und vielleicht werden es mehr und mehr.

und ja.
so hört sich der text wieder einmal furchtbar traurig an.
dabei geht es ja nichtmal darum.
ich weine nicht, während ich diese zeilen schreibe,
im gegenteil. je mehr ich schreibe, desto besser geht es mir.
meine mundwinkel verziehen sich zu einem stummen lächeln.

ich glaube, jetzt ist alles runtergeschrieben von mir.
ich glaube, ich sollte mein lächeln versuchen zu behalten.
niemand sollte ohne lächeln leben.
nichtmal ich.

xo,
     e.
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Montag, 7. Oktober 2013

50 stories - erinnerung

als sie an dem verfallenem haus vorbeikam, überschlug sie das gefühl von trauer.
die fenster schwarz vor ruß, mit plastikplanen provisorisch überdeckt.
ein absperrband überzog die vorderseite der haustür.
die frau, ganz in schwarz gekleidet ließ das absperrband hinter sich, indem sie vorsichtig darunter her krabbelte, ehe sie die lose haustür aufstieß und vorsichtig in die reste des abgebrannten hauses stieg. zuerst sah sie nichts, ihre augen mussten sich erst an die lauernde schwärze gewöhnen, die sie umhüllt hatte, da der mond nun nicht mehr sichtbar war.
nach einer weile nahm die frau einen schemenhaften umriss in einer ecke war. sie lief darauf zu, und erkannte einen in sich zusammengefallenen stuhl. das feuer war wohl oben ausgebrochen, sonst hätte dieser stuhl unmöglich überleben können, dachte sie, noch während in ihr die tränen aufstiegen, und sie die erinnerung zu verdrängen versuchte.

"kannst du bitte einfach für mich da sein,jetzt?", ich merkte, wie die tränen in mir hochstiegen. ich sah ihn auf dem holzstuhl vor mir sitzen, er war in einer art schockstarre, konnte nicht glauben, was grade berichtet wurde. ich kam näher, und ließ mich in seine arme fallen. er fing mich auf, strich mir sanft über die schulter. 
ich spürte die kälte, die durch unser haus zog. unser kleines, kaputtes haus. wir wussten nicht, ob es den winter überstehen würden, ob wir den winter überstehen würden. fakt war, dass wir kein geld mehr hatten.
"ich könnte meinen vater anrufen. er würde uns helfen. er wollte uns immer helfen."
- "wenn du das tust, dann zeigst du ihm nur, dass du auf ihn angewiesen bist, wir schaffen das auch ohne ihn!", seine worte klangen wenig überzeugend und ich merkte schon wieder, wie die verzweiflung an mir nagte. 
"und was, wenn nicht?"
- "hey.", er nahm meine hände und sah mir in die augen, ehe er weitersprach. "ich hab doch gerade gesagt, dass wir das schaffen. wir beide sind stark. und wenn wir den winter nur mit decken und feuer und liebe überstehen. wir sind stark, ok?"
ich musste lächeln, und drückte die tränen weg, die in mir aufgestiegen waren. 
er lächelte zurück, so wie er es immer getan hatte, wenn ich ihn ansah.
ich schmiegte mich an ihn, roch den geruch von zigarretten und einem hauch parfum. es war mir egal, was die anderen von ihm hielten. ich liebte ihn, und dass so sehr, dass ich mich gegen meine familie gestellt hatte, gegen all' meine freunde, die der meinung waren, ich müsse 'mich angemessen verhalten und mir einen dementsprechenden mann suchen'. 
ich wollte das nicht. ich liebte ihn so, wie er war. obwohl er zuviel rauchte. obwohl er zuviel trank. obwohl er oft in gedanken war, oft abschweifte und nicht oft unter leute ging. 

sie hielt die tränen nicht mehr weiter zurück und ließ den tränen ihren lauf über ihr gesicht.
als sie weiter über die knarzenden dielen schritt sah sie das, was vom treppengeländer übrig war, und wieder erinnerte sie sich. sie litt, sie erlebte alles erneut und konnte nicht anders als die hände vor ihr gesicht zu schlagen und zu weinen.

"ich hab dir doch gesagt,dass du mich in ruhe lassen sollst!",seine stimme überschlug sich mehrmals und ich hatte das gefühl, dass mir jemand den boden unter den füßen wegriss. etwas in mir zerbrach, und als ich so zu ihm hochsah, hielt ich mich verzweifelt am treppengeländer fest, um nicht umzukippen. "geh weg! ich will dich nicht sehen!",seine stimme begann zu brechen und ich sah, wie er versuchte, nicht nachzugeben. wie er krampfhaft versuchte, stark zu bleiben. aber ich wusste, er konnte es nicht. genauso wenig wie ich selbst. wortlos drehte ich mich um, und taumelte in die küche, nur um wenige sekunden später seine warme hand auf meiner schulter zu spüren.
"es tut mir leid. ich liebe dich", hauchte er und ich konnte nicht anders, als ihm zu vergeben. ich 
würde ihm immer und immer vergeben, das war mir klar.

"es tut mir leid, er ist tot.", der polizist sah mich so mitleidig an, dass er mir fast leidtat, ehe ich begriff, was er gesagt hatte. meine stimme war tonlos. "sagen sie mir, dass das nicht wahr ist. bitte."
er schüttelte erschüttenderweise den kopf. 
in mir brach eine eiseskälte aus. er war fort. für immer.

die frau war in lautes schluchzen umgestiegen und hoffte, dass eine diele mitten auf ihrem kopf landen würde. "erschlag mich einfach", sagte sie unter tränen, woraufhin sie nur noch mehr weinen musste. 
"verlass mich nie. ich liebe dich, egal was ich sage. bleib stark. meinetwegen. egal was passiert. ich bin da für dich."
und mit diesem gedanken schritt sie hinaus, hinaus aus dem haus, in den schnee, der sie umrieselte.
weiße weihnachten.
"das, was wir nie zusammen erleben konnten", wisperte sie. 

ja,da war ich mal wieder. es tut mir leid, ich komme im moment nicht zum schreiben.
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xo,
    e. 

Sonntag, 22. September 2013

and once again i can not sleep

mal wieder mit tränen in den augen aufgewacht.
mal wieder von dir geträumt.
wie schon sooft.
hört es niemals auf? der schmerz der mich umgibt.
die zeit des schönen nicht-denkens ist schon wieder vorbei.
solange ich schule hab finde ich eben keine nachdenkzeit.
aber am wochenende, da ist so viel zeit übrig.
und dann fang ich an zu denken.
abends schon wieder geweint. schonwieder die fragen gestellt, die nie beantwortet werden.

ich würde gerne anders reagieren.
auf situationen, mit denen ich nicht klarkomme.
"bitte lass uns freunde bleiben", hat er gemeint.
und ich hab ja gesagt und wusste gleichzeitig, es geht nicht.
und schon ist streit entstanden.
es war meine schuld, dass weiß ich. aber es ist mir egal.
ich will, dass er mich in ruhe lässt. mit meinen gedanken.
Gefühlen. meiner schlechten Stimmung.
ich wollte mit jemandem reden, jemand, der da ist.
der zuhört. versteht.ohne erklärung.
schade, dass man diese menschen früher oder später immer verliert.
schade.

ich wünschte, da wäre wieder so jemand.
es gibt im moment niemanden,der solche Gespräche mit mir führen will.
geredet wird über viel, aber nicht über sowas.
sorge um eine freundin, "glaubst du sie unterdrückt die ganze zeit schmerzen?"
mir ist es nichtmal aufgefallen. ich habe es nicht gemerkt.
scheiß egoistin.
nein, habe ich gesagt, nein, aber glücklich ist sie nicht.
eine selbstohrfeige wäre angebracht
wie kann man in all dem das wichtigste vergessen?
wie konnte ich vergessen, eine gute Freundin zu sein?
wie konnte ich so werden, wie ich niemals werden wollte?

i'm not calling for a second chance.

eigentlich verdien ich nämlich keine.
vergesst nicht, wie es ist, wenn man gut träumt.
das Gefühl ist toll & traurig zugleich, wenn man aufwacht.
träumt heute abend schön.

xo, e.


Freitag, 20. September 2013

just try and have a little patience

gedankenfetzen fliegen mir durch den kopf,
dinge, die ich jetzt am liebsten aufschreiben würde, damit ich sie nicht vergesse.
sie klingen gut. in dieser schlechten situation.
draußen vor meinem fenster, die verlassene welt.
der himmel ist grau, leer, überzogen von einer einzigen wolke.

aufgegebene träume wirbeln wie windstöße durch mein geöffnetes fenster.
ich kann die kälte spüren, die von ihnen ausgeht. meine hände zittern.
mir ist kalt, aber gleichzeitig bin ich so nervös, dass ich die luft brauche.
irgendwo in diesem zimmer habe ich mich wohl mal verlaufen.
nicht so "verlaufen", wie man sich in einem labyrinth verläuft.
sondern einfach verlaufen, innerlich.
durch gedankenströme, sachen, die mir durch den kopf geschossen sind.

um mich herum ist es aufregend geworden.
es ist wie im theater: ich habe mehr zu erzählen,
meine freunde genauso. es passiert an einem tag so viel,
dass man angst hat, irgendwas zu vergessen.
was wichtiges.
leben zum beispiel.
in all dem schulgewusel vergisst man, wie es war, als wir noch stressfrei waren.
ferien hatten. weniger stunden.
erniedrigend, dass einem schule bis halb 4 plötzlich kurz vorkommt.
obwohl das doch früher immer das schlimmste in der woche war?

und jetzt? ich komme nach hause und bin froh,
wenn ich meine augen schließe, damit dieser tag endlich vorbei ist.
wir verbringen mehr als die hälfte des tages in der schule.
aber dafür geben wir uns mühe - haben in erinnerungen geschwelgt,
lernen täglich neue leute kennen.

immernoch steht mein fenster offen.
mittlerweile ist in meinem zimmer außentemperatur eingetreten.
die kälte lässt mich zittern, diesmal überall.
ich fühle mich noch unsicher, ein wenig verloren.
hört wohl nie auf.

have a little patience

es ist schön, wie er mich ansieht.
ein blick, der mir zeigt "okay,
ich kenn dich nicht, aber würde ich mich trauen, würde ich dich ansprechen".
er hat was ehrliches, nichts arschloch-macho-mäßiges.
vielleicht werden wir freunde.
vielleicht traut sich irgendwer mal hallo zu sagen.
und vielleicht entwickelt sich eine freundschaft daraus.
wer weiß.

and have a little patience.

take that's altes lied läuft in dauerschleife.
warum jetzt? es erwärmt mich, alte erinnerungen, es ist so alt,
ein radiolied, was früher immer in papas altem auto lief.
während wir in den urlaub gefahren sind,
wie eine familie das eben einfach macht.

was ist aus unserer familie geworden?
was ist aus uns geworden?
was ist aus mir geworden?

das ist der moment, wo alles gesagt ist.
ich schließe das fenster, schlucke noch einmal,
wische die letzten tränen weg und veröffentliche den post.

entschuldigt die verwirrenden gedanken, die hier wahllos reingeworfen sind.
xo,e.
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Dienstag, 10. September 2013

it's hard to believe you remember me

wie kann man sich in menschen nur so irren?
ich meine - ich war immer der meinung, dass ich menschen relativ gut einschätzen kann.
aber nein. nein, als ob. 
das "dumme schlampe" schwirrt in meinem kopf rum. 
von der person, die sagte sie liebt mich. die mir gesagt hat, sie wartet und kämpft, bis ich irgendwann zu ihr kommen werde. die für mich da war, als ich es brauchte. 
und jetzt das. einfach so, mitten im matheunterricht höre ich hinter mir seine worte, höre sie, und versuche zu ignorieren, was nicht zu ignorieren ist. 
habe versucht wegzuhören. erfolglos.

ich meine, es ist ja so gewesen, ich wollte den abstand - ja. 
aber ich habe auch gesagt, dass du ein bester freund warst, wärst, wie auch immer.
vielleicht definierst du liebe ja anders als ich,hm.
ich fands nicht mal verletzend, ich war einfach nur enttäuscht.
vielleicht,wenn ich drüber nachdenke ist es nichtmal so schlimm, 
dass du mich dumme schlampe genannt hast, aber ich verstehe trotzdem nicht,
wie du einfach so anfangen kannst mich zu hassen.
weißt du, als du sagtest, du willst kämpfen, da hab ich gedacht, es wird vielleicht mal was.
irgendwann.
eine nicht absehbare zeit, etwas, was sich mit der zeit entwickeln kann.
nichts festgelegtes.


xxx
die oberstufe ist die hölle und gleichzeitig das paradies. 
mein stundenplan ist bis nach oben vollgepackt, ich finde kaum mehr zeit zum essen, und dann ständig diese anderen leute, lehrer, kurse, räume und was weiß ich. 
aber dann sind da diese neuen leute, die noch so nett sind, 
die dich nicht direkt verurteilen. die deine geschichte nicht kennen und sich auf dich einlassen - einfach so.
in der schule herrscht ein frischer wind, man bekommt plötzlich nichts mehr mit von 5.-9. klässlern, was zählt ist die oberstufe, deine stufe, und die, die über dir sind, du unterscheidest nicht mehr zwischen klassen, du redest mit allen mal, sitzt mal neben jedem, es ist anders, schön.
angenehm.
ich mag diese zeit. und obwohl ich mit langen tagen in der schule leben muss, vergehen diese doch recht schnell. der unterricht ist im moment einfach aufregender, neue menschen, kreative neue ideen, andere gesichter, nicht immer dieselben. wir machen schöne themen, in jedem fach kann man irgendwo punkten.
die klausurphase macht mir zwar immer noch ein wenig panik, aber es ist okay. ich meine, der start ist geglückt, was wollte ich mehr?
wir leben weiter und weiter.
egal, was leute sagen. egal, ob dich jemand dumme schlampe nennt. egal, ob dieser jemand dir wichtig ist. 

und so neigt sich der sommer dem ende zu, wir leben weiter. 
der herbst kommt. der herbst ist eine schöne jahreszeit.
meine lieblingsjahreszeit, glaub ich.

xxx
achja, habt ihr mein neues design gesehen?
ich würde gerne meinungen hören, falls jemand lust hat, was dazu zu sagen..
xo,
        e.

Mittwoch, 28. August 2013

50 stories - Hass

Außer mir vor wut zertrete ich wahllos eine sandburg, die vor mir steht.
es ist mir egal, welches kind sie gebaut hat und es ist mir auch total egal, ob es deswegen anfängt zu weinen. wütend schreie ich in den endlosen ozean.
das gefühl was in mir hochsteigt, es ist mehr als wut, viel heftiger, und es überrollt mich regelrecht, während ich versuche, stehenzubleiben. doch ich knicke unter den emotionen ein und lasse mich in den nassen sand fallen, der mir kurz darauf schon überall im haar und an den klamotten hängt.
wütend darüber, dass ich ausgerechnet jetzt mein neues kleid anhab schlage ich mit den fäusten auf den sand ein, schreie und weine. niemand scheint mich zu beachten, oder eher gesagt - ich bin allein. niemand anderes ist um diese uhrzeit noch am strand. die touristen sind in ihren hotels, spielen gesellschaftsspiele oder sitzen an der bar. und die anwohner von hier sitzen in ihrem wohnzimmer, sehen fernsehen oder liegen in ihren betten, weil sie am nächsten tag früh aufstehen müssen.
was also mache ich hier?
meine wut, oder das, was ich als undefinierbares gefühl bezeichne macht etwas anderem platz:
trauer.
ihre worte schießen mir durch den kopf, wie ein blitz. für einen moment ist es still. dann ertönt ein schluchzen aus meiner kehle.

"du hast keine chance bei ihm. er liebt dich nicht, lory. er liebt mich - und ich - tja, ich steh drauf."
"du nutzt ihn aus!", hab ich geschrien, aber sie hat nur gelacht, gelacht, gelacht und mir dann frech den mittelfinger gezeigt.
"schöne grüße an deinen vater", und damit hat sie sich umgedreht und ist in der tanzenden menge verschwunden.

hat mich alleine gelassen, mit diesem gedanken.
er liebt dich nicht, lory.
ich verdränge die trauer, und mir fallen sofort eine millionen beleidigungen ein, die ich ihr jetzt an den kopf knallen würde, wenn ich zurück auf die party gehen würde, die im alten leuchtturm stattfindet.
aber ich habe keine kraft, mich mit ihr zu streiten, und sie würde mich nur auslachen.
ich beiße die zähne aufeinander, als ich an sie denke, wie sie vor mir stand  und mich auslachte.
weil sie nun schon zum zweiten mal den jungen hat, den ich will.
mir ist, als ob alles in mir lodern würde, ein inneres feuer, was sich ausbreitet, schnell und unaufhaltsam. um mich zu beruhigen nehme ich eine muschel, die direkt vor mir liegt und drehe sie in meinen händen. kurz muss ich grinsen, als mir der gedanke kommt, ihr die muschel in ihr viel zu zugespachteltes gesicht zu hauen, als ich daran denke, wie sie schreit, wie sie weint, wie sie mich ungläubig ansieht.

erschrocken lasse ich die muschel fallen. was war das für ein gedanke?
mir wird bewusst, dass das schlimmste daran mein grinsen war - ich hatte gegrinst bei dem gedanken daran, sie zu verletzen.
komm wieder zu dir.
bei diesem gedanken kommen erinnerungen wieder. sie lassen das feuer, was sich grade ein wenig beruhigt hatte, wieder auflodern.
komm wieder zu dir.
er hatte es gesagt. genau mit diesen worten. er hatte mich geschüttelt und geschrien, ich soll wieder normal werden. weil ich ihm gesagt hatte, was ich fühlte.
gottverdammt, was ist nur falsch mit mir?
ich richte mich langsam auf. lasse das feuer lodern. nehme das gefühl auf, lasse mich eins werden mit dem gefühl. ich verdränge gedanken, blocke andere gefühle. das gefühl wird noch stärker, und kurz bevor es anfängt, mich zu kontrollieren, fällt mir das wort ein, was ich die ganze zeit gesucht hatte.
Hass. der hass lodert in mir drin.

dann grinse ich böse in mich hinein.
sollen sie doch alle verrecken.
ich wusste genau, was ich jetzt tun würde.


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soo, ich hoffe die geschichte hat euch gefallen - mal ein bisschen was anderes, ich war nämlich beim schreiben sehr aufgekratzt und emotional geladen, wie man vielleicht merkt.


xo,
    e.

Sonntag, 25. August 2013

gonna live like it's the end of the world

die welt ist so schön

warum mein leben sich erst verändert, wenn der sommer grad vorbei ist?
keine ahnung, aber es ist schön und macht spaß.
ich habe freunde, und unternehme viel mit denen
ich lebe mein leben, scheiß auf dies das, feiere, strahle
dann war da dieser junge, der so unglaublich süß ist.
auf eine andere art und weise - jemand, der scheinbar endlich mal einfach ne freundschaft sucht.
er ist einfach voll lustig, disst mich, was auf gegenseitigkeit beruht -
wir streiten uns über cocktails, und dann sagt er mir, dass er mich mal mit in eine cocktailbar nimmt.
wir lästern über mädchen, die sich total aufdonnern, und er sagt mir, dass er froh ist, dass ich nicht so bin, wie die.
er nennt mich schlafmütze, weil ich so spät aufstehe, aber gleichzeitig auch nachtmensch, weil ich immer länger wach bin,als er.
und alles ist so einfach. es gibt nichts, was er an mir scheiße findet, egal, was für mist ist labere.
er hört mir zu, selbst bei den sinnlosesten dingen - ich hab ihn locker 2 stunden zugelabert, aber er hats sich angehört, meine themenwechsel mit einem zwinkern abgetan und ja.

und das alles bestärkt mich, für die oberstufe, für alles, was noch kommt.
kennt ihr das?
dieses gefühl von akzeptanz. dass jemand wirklich für euch da ist.
euch nicht nur anschreibt, weil ihm grade langweilig ist, sondern er an einem gespräch interessiert ist.
da ist er gewissen anderen leuten definitiv im vorraus.
die, die meinen, sie mögen dich so gern, dir in den ferien dann aber auch nur 1 x schreiben, und das meistens dann, 2 minuten, bevor sich schlafen gehen, nur um vorher noch erzählen zu können, wie behindert das leben doch ist.

aber das ist es ja gar nicht.
es gibt eigentlich keinen ort, wo ich grade lieber wäre-
als genau hier. auf der erde, mit einem haufen menschen,
menschen, die mal glücklich mal traurig sind,
menschen, die mit emotionen geladen sind, die damit alles erreichen könnten.
menschen, die fehler machen, die nicht sehen, dass sie sich selbst ins ende stürzen.

ich will trotzdem hier sein.
und das ist es.

"also, ich versuche mein bestes.
ich versuche, gegen alle downs und anfälle anzukämpfen.
egal, wie weh es tut.
am ende des jahres will ich sagen können
" mir gehts super ! :-) "
und es so meinen. wirklich so meinen, mit jeder faser meines körpers.
will lachen können, ohne mir über irgendwas anderes gedanken zu machen.
leben können, wie ich es immer wollte. "

das waren meine eigenen sätze, sätze, die ich am 26.Mai diesen Jahres geschrieben habe. 
auf diesen blog.

und jetzt ist ende august. 
was ist passiert? 
es geht mir gut, ich meine es so. ich lache und lebe.
mein gott, ich hab mich so verändert.

ich denke heute abend an euch alle, 
an alle, denen es nicht gut geht, die irgendwas auf dem herzen haben.
ihr könnt auch sonst immer mit mir reden. 
mir schreiben.
heute abend trinke ich für euch alle mit, auf euch. alle, die ihren weg verloren haben und den ausgang aus dem ganzen suchen.

ein fettes xo,
           e. 
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Samstag, 17. August 2013

komm wir gehn zusammen den bach runter, denn ein wrack ist ein ort, an dem ein schatz schlummert!

ich bin im moment so unbeschwert.
das ist gut, glaube ich jedenfalls. ich lache, weine, lebe, atme, genieße, rede, erzähle, höre zu, meine güte, so viele eindrücke.
und seitdem blogge ich auch nicht mehr so viel, ich hoffe, niemand nimmt mir das übel,aber ich liebe diese unbeschwertheit - auch, wenn sie mir irgendwie eine totale schreibblockade verpasst. ich bringe immer nur einzelne sätze hervor, dann lösche ich sie wieder, tippe sie erneut ein, lösche sie wieder...
habe mittlerweile schon so viele entwürfe auf blogger. alles angefangene texte, teilweise geschichten, teilweise irgendwelche gedanken, aber ich finde keinen faden, keine überleitung, nichts, was ich ausführen könnte - weil diese unbeschwertheit mich einfach total strahlen lässt.
oh mein gott, und selbst jetzt, um zwanzig vor 2, hüpfe ich noch hysterisch durch mein zimmer, weil..
ich weiß nicht einmal warum. vielleicht weil ich erfolge erziele?
der mensch braucht erfolge, glaube ich.

ich war joggen, öfter, jeden zweiten tag diese und letzte woche und merke, wie meine ausdauer wieder steigt, ich komme nach hause, ernähre mich gesünder, lerne ein wenig kochen, schreibe mit vielen verschiedenen leuten, versuche, nicht alles so ernst zu nehmen, mich auch mal zu akzeptieren.

und das ist ein gewaltiger schritt, aber es fühlt sich einfach nur so toll an.
es ist einfach nicht dieses berauschende gefühl so nach dem motto " ich bin high und morgen low ", sondern einfach " ich bin da, ich lebe, ich bin glücklich und traurig, aber das ist das leben "
die traurigkeit überwiegt nicht, nicht mehr!
mich nimmt nicht mehr alles so krass mit, ich merke, wie ich mich verändere, und ach, was ich gestern für einen mist mit einer freundin geredet habe -

wir waren wieder kinder, einfach klein und total bescheuert, haben gekreischt und gelacht und geweint vor lachen, uns die bäuche gehalten, weil es nicht mehr anders ging, uns dabei aufgenommen, bescheuerte fotos gemacht, uns gegenseitig gesagt, wie cool wir doch sind - es war alles so sarkastisch, aber alles einfach so verdammt witzig.

und jaa, da ist immer noch dieser junge, aber mittlerweile ist es einfach so dieses genervte.
ja, verdammt, er nervt mich tierisch!
jeden tag kommt er zu mir an, fragt mich, ob wir uns nicht mal treffen wollen, dass er bald einfach vorbeikommt und omg, ich hab so losgekichert mit meiner freundin, als wir ihm geschrieben haben, wie nervig er ist und ... das war eigentlich ziemlich fies, und ich wollte ihn auch nicht verletzen, wirklich nicht (schlechtes gewissen meldet sich grade..)
... aber niemand hat gesagt, dass ich gerne gestalkt werden will, und was zuviel ist, ist zuviel!
ende aus. und außerdem, ach ich weiß auch nicht, warum darf ich nie böse sein, während andere leute ihr leben damit verbringen, böse zu sein und sich deswegen nicht mal schlecht zu sein?
ich meine, ich bringe ja niemanden um, und ich betrüge auch niemanden ( lol ) , ich lass eben einfach nur nicht mehr alles mit mir machen.

http://31.media.tumblr.com/1e60231c5251866733576505d1f57d78/tumblr_mj5i8xrgDZ1rzr0suo1_500.gifich fühl mich frei, frei, freeei.
und vielleicht wird es ja einfach so besser werden - ich hab nämlich das gefühl, dass ich langsam aus diesem kampf rauskomme - als sieger!

so ist das leben - mal sehen was der nächste morgen bringt. 
 adiós meine lieben,
                      e. 

Montag, 12. August 2013

50 stories - freunde

heiße tränen stiegen ihr in die augen und sie konnte die wut nicht mehr verbergen.
fahrt doch alle zur hölle!, schrie sie innerlich, während sie die musik lauter stellte.
ihr kopf machte platz für die musik und nahm nur noch diese auf.
aus einer plötzlichen erschöpfung hinaus glitt sie an ihrer tür hinunter.
ein leises schluchzen drang aus ihrer kehle, doch sie nahm es gar nicht wahr.
eigentlich nahm sie sowieso nicht mehr viel wahr. ihr sichtfeld war durch die immer wiederkehrenden tränen verschleiert, sie hörte die musik so laut in ihren ohren, dass sie kein anderes geräusch bemerkte.
mit zitternden händen nahm sie ihr handy in die hand und verschickte eine sms an ihre besten freundinnen kim und mary
hey 
mehr schrieb sie nicht, kein smiley, kein satzzeichen. nach wenigen sekunden erschien das "online" zeichen bei kim. aber es kam keine antwort. mary antwortete jedoch trotzdem und begann ohne umschweife von ihrem date zu erzählen. wie toll es doch gewesen war. wie toll dieser typ doch war. wie sehr sie ihn doch nochmal treffen wollte.
oh, wie schön für dich, mary
immernoch schien mary nicht zu bemerken, dass irgendwas anders war als sonst. sie konnte ihr keinen vorwurf machen, und wurde wütend auf sich selbst, weil sie es trotzdem tat.
ja, freut mich für dich, ihr kommt sowieso zusammen
der groschen schien nun doch gefallen zu sein, als mary sichergehen wollte, ob alles okay war.
natürlich
sie versuchte es sogar noch einmal, indem sie ein weiteres "ganz sicher?", schrieb.
alles in ordnung.
und dann antwortete mary überhaupt nicht mehr. sie hatte alles erzählt, was sie erzählen wollte und war einfach gegangen, nachdem sie es getan hatte.
das mädchen pfefferte ihr handy wütend in die ecke. jetzt war sie doch sauer auf ihre freundinnen. warum nannten die sich überhaupt noch beste freunde, wenn sie nie zeit hatten? 
aber nein, lass sie doch. du bist doch auch nicht besser.
trotzdem fühlte sie sich jetzt furchtbar allein. so allein. sie lief unruhig in ihrem zimmer herum. niemand wollte ihr zuhören. niemand wollte sich anhören, was bei ihr los war.
mit diesem gedanken ging sie duschen.

als sie wieder in ihr zimmer kam, sah sie, dass sie neue nachrichten empfangen hatte.
vielleicht kim, die sich entschuldigen wollte?, schoss es ihr durch den kopf, doch es war überraschenderweise nicht kim, sondern wieder mary.
"du? kannst du bitte einfach vorbei kommen, oder mit mir schreiben? oder mich anrufen oder sonst was? es geht mir nicht gut, und ich bräuchte echt ne freundin, die für mich da ist :("
sie wusste, dass es jetzt an ihr lag. mary brauchte sie, als freundin. und dennoch war mary vor weniger als einer stunde nicht für das mädchen da gewesen. also wäre ja eigentlich nur fair, sie jetzt zappeln zu lassen. andererseits hatte sie mary ja auch nie drum gebeten, vorbeizukommen.
aber nur, damit mary wusste, wie es war allein zu sein, hätte sie ihr jetzt nicht helfen müssen.

seufzend schrieb sie zurück, wischte sich die tränen weg, die schonwieder aufgetaucht waren und verließ ihr zimmer. zurück blieb ihr handy, die letzte gesendete nachricht war noch zu lesen:


so, ich hoffe diese geschichte hat euch gefallen (und ich hoffe mein handy gefällt euch auch! q:)
ich hab lange überlegt, ob ich sie einstellen soll, weil ich mir nicht sicher war, ob sie so gut ankommt. 
naja. egal.

xo,e.

Dienstag, 6. August 2013

tanz im ascheregen, tanz im ascheregen

die tage ziehen an mir vorbei, dritte ferienwoche schon.
und da war dieses gespräch. mit dem jungen, der in mich verliebt ist.
ich hab ihm die wahrheit gesagt. ihm gesagt, dass ich ihn nur als freund mag.
dass da jemand anders ist, und meine gefühle deswegen niemand anderen zulassen.

er war geschockt. dann verwirrt. dann einsichtig. dann hat er geweint.
und zum schluss, da hat er was gesagt, was mich so richtig berührt hat.
"ich werd warten. warten, bis du über ihn hinweg bist. ich lass dich nicht einfach so gehn. ich kämpfe."
und ich wusste nicht, was ich sagen oder tun sollte.
aber es war okay, dass ich nichts gesagt hab. er hat alles gesagt.
und ja, ich hab ihn sicher enttäuscht. mich selbst hab ich ja auch irgendwie enttäuscht.
dachte, wenn ich erstmal neben ihm sitze, dann fühle ich mehr.
aber nichts. nur eine gähnende leere, die mir signalisiert, dass ich ihn nur dann lieben kann, wenn ich weiß, dass ich es nur freundschaftlich tue.
und ja.
mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

meine welt ist im moment mal wieder auf einem nicht ganz stabilem pfad.
ich brauche jemanden, der einen plan hat. der ein ziel kennt.
der mir sagt, wo ich langgehen muss, damit ich erfolg habe.
ich meine, klar, ich will niemanden haben, der mir sagt, was ich tun muss,
niemanden, der mir die vorschriften erklärt.
aber ich brauche dennoch einen kleinen stups, der mir zeigt, welche wege es gibt, damit ich dann entscheiden kann.
ich bin unschlüssig, in den allerlächerlichsten dingen.

was noch?
das leben wird schöner und schöner. mit jedem tag habe ich zwar das gefühl, ein wenig an orientierung zu verlieren, aber dennoch lache ich mehr, rede mehr, finde mehr gefallen an dingen, die ich früher als nervig und unnötig abgetan habe. unternehme mehr mit freunden. freunde.
die,die mir noch geblieben sind. nicht mehr so viele. viele sind gegangen. ausland, oder einfach so weg.
das mag sich alles so widersprüchlich anhören, dass ich einerseits so verwirrt umherirre, und andererseits das leben versuche so zu genießen wie es ist.
aber ist es das nicht eigentlich? widersprüchlich, meine ich.
ich muss das leben einfach so hinnehmen, wie es ist.
es nimmt mich ja auch, wie ich bin. mal sehn.

mal wieder viele verwirrende gedanken, entschuldigt, aber jetzt fühle ich mich besser.
momentan herrscht nämlich eine ziemliche schreibblockade, und ich hasse sie so sehr, weil ich eigentlich unbedingt bloggen will, damit ich meine gedanken, die trotz der blockade noch zahlreich erscheinen, runterschreiben kann.

uff, freiheit.

xo,e.
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Donnerstag, 1. August 2013

so wake me up when it's all over

Ich spüre die sommerluft um mich herum, warm, angenehm. Hat sich abgekühlt.
der seichte wind streicht mir die haare aus dem Gesicht und lässt mich träumen.
Träumen von einem leben ohne schmerz, ohne verlorene Hoffnung.
Auch, wenn diese dinge zum leben dazugehören.
Ich sitze also hier, bei meiner tante.
Ohne druck, ohne stress.
Endlich mal fällt alles von mir ab.
Das einzige worum ich mich kümmern musste war das heutige Frühstück, das mach ich mit Vergnügen. Den tisch früh am Morgen decken, während meine tante und meine Schwester noch schlafen. Brötchen holen, die stille genießen, die freudigen Gesichter, als sie aufwachen und sehen, dass jemand an sie gedacht hat.
Herrlich.
Ich wünschte dieses Gefühl würde jeder mal zu spüren bekommen.
Diese freude von anderen, ein wenig vielleicht auch der eigene stolz.
Verrückte welt. Lässt mich strahlen, sobald ich mal woanders bin.

Es gibt noch so viele offene Fragen, fragen, die ich nie beantworten kann.
Fragen, die mich überholen und mir den weg versperren.
Aber sie spielen keine so große rolle, nicht hier.
Es ist wie magie, zauberei, ich fühle mich so wohl.
Wie zuhause. Wie damals.

Ich hab mit meiner tante geredet. So offen.
Ihr erzählt, dass da noch ein Gespräch offen ist, mit diesem jungen.
Er verdient es ja. Aber ich kann ihn nicht ansehen, ihm in die augen sehen und sagen
"Es tut mir leid, du bist nicht der letzte, an den ich denke, bevor ich einschlafe."
Er ist es nicht. Er ist nicht der, an den ich als erstes denke, wenn ich aufwache
Er ist nicht der, auf dessen sms ich ewig warte.
Und er ist auch nicht der, von dem ich träume.
Er ist eben einfach ein freund. Ein toller freund. Mein, wie ich mal gehofft habe, bester freund.

Eigentlich ist er total makellos. Sieht gut aus. Kein model, aber gut. Ist klug, aber kein streber. Hört immer zu, ist immer da, ruft mich an, wenn er hilfe braucht.
Macht die verrücktesten sachen mit. Lacht über sich selbst. Ist sarkastisch .
All das, was ich gut finde.

Aber trotzdem ist da nicht dieses Gefühl.
Das Gefühl von liebe. Was er anscheinend empfindet. Für mich.
Er wäre bestimmt perfekt, jedes Mädchen wünscht sich doch so jemanden.
Nur ich nicht ? Verdammt, was ist falsch mit mir

Er wäre ein neubeginn.
Aber ich kann nicht.
Will nicht.
Und wieder einmal,
Die Frage nach dem Warum .

Trotzdem lächle ich.
Das Leben wird schöner

Gute Nacht,
xo, e.


Montag, 22. Juli 2013

tonight it's getting hard to fall asleep, 'cause it's becoming clear that it broke all into pieces

heute werd ich nicht einschlafen können.
dabei bin ich so müde. ich würde mich gern ins bett legen und einschlafen. morgen aufwachen, allein zuhause sein. weggehen, wenn alle wiederkommen.
ich halte diese ständigen streitereien nicht mehr aus.
ich kann nicht mehr dieses tägliche "ich hasse dich" hören, ob es nun an mich gerichtet ist, oder an jemand anderen. ich will nicht verletzt werden, weil ich weiß, dass sie es nicht so meinen.
aber ich bin nunmal so. ich nehm mir alles zu herzen. verstehe nicht, wie der eigene vater so verzweifeln kann. ein vater war für mich ein mensch, der stark ist. bärenstark. der mich in schutz nimmt, wenn ich weine. der mir sagt, dass ich auch mal so werde wie er.
der nicht anfängt, alleine zu trinken.
nach allem,was war.

als ich das gesehen hab, wie er da saß, den kopf in den händen versunken, wie sooft in letzter zeit,
das leise aufseufzen, die flasche vor ihm auf dem tisch, die kippen daneben. er versuchte es nichtmal mehr, vor mir zu verstecken.
"papa" keine frage, aber auch kein vollendeter satz.
ich bin zu ihm gegangen, hab mich neben ihn gesetzt.
"geh" er wollte mich hierhaben, aber wollte es doch nicht.
ich nahm seine hände von seinem gesicht, drehte ihn zu mir.
tiefe ränder unter seinen augen, heruntergezogene mundwinkel.
er sah älter aus als sonst. blass, mit geschwollenen augen.
ich wollte nicht weinen, aber tat es trotzdem, weil es wehtat, einfach alles.
"hey", er legte eine zitternde hand um mich, versuchte, mich zu trösten.
früher hatte das besser geklappt. "hey, gib nicht auf"
ich wischte mir die tränen aus dem gesicht.
"wenn du mit mir zusammen weitermachst."
er nickte, dann schüttelte er den kopf.

was war passiert?
wie hatte alles so zusammenbrechen können.
irgendwo waren wir gescheitert. er und ich. auf ganz unterschiedliche art und weise.
"ich vermisse sie", mein vater reichte mir das bild, auf dem er mit ihr zu sehen war.
seine ex-freundin. meine lieblingsersatzmutter. ich liebte sie.
aber er hatte sie verlassen, und sie wollte nicht mehr zurückkommen.
es war schwierig bei uns, das hatte auch sie letztendlich einsehen müssen.
sie hielt uns nicht aus, auf dauer. am anfang, ja, da war sie immer ein trost gewesen.
hatte uns bestärkt, ich hatte mich ihr komplett anvertraut.
aber auch sie war am ende ihrer kräfte angekommen, nach einer weile.
nach einer erstaunlich langen weile.
er hob die weinflasche, versenkte sich in alkohol.

ich schwieg. normalerweise hätte ich sie ihm abgenommen, mit ihm darüber geredet.
aber ich konnte selbst nicht mehr. ich konnte ihn so nicht sehen, mich so nicht sehen.
"warum weinst du?", seine stimme drang an mein ohr, seine worte hallten in meinem kopf wieder.
"ich hab vielleicht was ganz blödes gemacht."
er wollte wissen,was. fragte mich, was passiert sei.

also begann ich, zu erzählen.

von diesem jungen, den ich unabsichtlich so verletzt hatte, mit dem, was ich erzählt hatte.
ich hatte ihm gesagt, was ich dachte, fühlte, bei bestimmten leuten,
ohne zu wissen, dass er ebenfalls so fühlte. für mich. ausgerechnet mich.
der begriffen hatte, dass ich nicht von ihm sprach.
er aber von mir.

und so saßen wir da, ich weinend, er trinkend.
die letzten, die aus dieser familie noch zusammenlebten.
und wie wir da so saßen, fiel ihm etwas ein.
"ich hasse dich nicht."
und ich wusste, dass er wusste, er hatte mich damit verletzt.
und ich wusste, ich hatte ihn ebenfalls verletzt.
"und ich halte dich für den besten vater der welt."
und so saßen wir da. zu zweit.
die letzten beiden, die noch versuchten, zusammenzuhalten.
die einzigen beiden, die noch irgendwie zueinader finden konnten.
die einander zuhörten.

das war das wichtigste.
und trotzdem war es nicht ganz richtig.
denn die streits waren da, sie würden wiederkommen.
nicht einfach aufhören.
und in diesem moment waren wir zwar zu zweit, aber dennoch schrecklich allein.
und nun bin ich wieder allein. furchtbar allein.

xo,e.
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Freitag, 19. Juli 2013

we're young enough to say - oh, this has gotta be the good life

FERIEN.
und mal wieder ein schuljahr überlebt, bestanden, wie auch immer.
ja - heute war endlich der letzte schultag. oder leider?
nein, endlich. und damit fangen 6 wochen an,
6 wochen, in denen ich ziemlich viel vorhabe.
sodass ich in die oberstufe starten kann, neu anfangen kann, neue leute, neues ich.
ich meine - es ist wunderschönes wetter, es sind ferien, ich brauch nichts lernen, mein zeugnis ist mit einem schnitt von 1,5 wirklich verdammt gut (zumindest kann ich mich echt nicht beschweren), und ich bin schon den ganzen tag draußen in der sonne. von freibad zu rumliegen im gras, mit einem buch.
:-) tankt eure laune mit dem smiley auf. er lächelt für euch.

ich könnte jetzt sicher einen post schreiben, in dem ich mich über die hitze auslasse,
ich könnte sicher auch was darüber schreiben, was bei mir momentan in der familie los ist- und glaubt mir, da ist einiges los. ich könnte bestimmt auch schreiben, wie wir den letzten tag als klasse verbracht haben (bzw eigentlich haben wir ihn ja gar nicht so wirklich als klasse verbracht), ja,klar, über das alles könnte ich jetzt schreiben, und bestimmt werde ich auch darauf zurückkommen, naja, bis auf die sache mit der hitze vielleicht.
aaaber heute bin ich einfach nicht in der stimmung, über irgendetwas von diesen dingen zu schreiben.

es tut mir leid, dass ich heute nicht allzu melancholisch bin, dass ich nicht viele gedanken habe, aber die hitze ist einerseits so wohltuend auf meiner haut, und andererseits so niederschmetternd, dass ich wirklich keinen klaren kopf mehr habe. (jetzt hab ich mich doch ein wenig über sie ausgelassen, aber ich mag sonnenschein wirklich.)
und dann dieses zeugnis. 9 klasse, omg, es sind also jetzt wirklich nur noch 6 wochen, dann ist es soweit.
meine süßen, entschuldigt, versucht einfach, das wetter zu genießen, die sonne zu spüren, die ferien einzuatmen.
ich muss jetzt leider schon wieder weg, draußen wartet ein leben auf mich, aber es wird nicht ewig warten.

bis demnächst, zu einem hoffentlich sinnvollerem post.
xo,e.
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Montag, 15. Juli 2013

we can not deny how we feel inside, we can not deny

es ist alles so unnötig kompliziert. ich befinde mich in irgendeinem kreis, es gibt keinen anfang, kein ende.
nirgendwo, wo ich hingehen könnte.

ich will mich sicher fühlen.

ich will abends einschlafen und sagen können
"morgen wird mindestens genauso gut wie heute."
und nicht mit einem "hm. heute war toll. schade, dass es vorbei ist." oder eben mit einem "lass endlich den nächsten tag beginnen."
ich will jemanden neben mir haben, der seine arme um mich legt,
der mir wärme spendet, mir sicherheit gibt.
will nicht mehr sooft pessimistisch sein, sondern eben immer nur optimistisch.

will keine angst vor dem haben, was mich erwartet.
angst vor dem tag danach, der tag, an dem alles wieder einstürzt.
an dem alles zusammenklappt. ich zusammenklappe.
das problem ist, es wird passieren. und das weiß ich.
irgendwann da wird alles wieder von vorn beginnen.
durch irgendwas oder irgendwen ausgelöst, ganz unbewusst.
ich werde einfach schreien wollen, aber wieder nur schweigen.
ich werde mich wieder hassen, so wirklich.

wenn ich wüsste, wann dieser tag kommt, ich würde ihn streichen wollen.
nicht erfahren, was passieren wird. was mich wieder auf den grund stößt.
und genau das meinte ich. ich bin pessimistisch.
sollte ich nicht eher sagen, dass alles gut wird?
der meinung sein, dass dieser tag nicht mehr kommen wird?
aber das kann ich nicht.

angst vor dem,was kommt.
es wird von vorn anfangen, sobald ich den kreis einmal entlanggelaufen bin.
aber ich werde kein ende erreichen, weil ende und anfang auf einer linie sind.
das ende ist der anfang.
na herzlichen glückwunsch.

ich will raus. raus aus dem kreis.
xo,e.
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Sonntag, 14. Juli 2013

so musst du nicht nur weinen, nur weil irgendein idiot gegangen ist

noch eine woche schule.
es ist okay, wir haben uns alle damit abgefunden. abgefunden damit, dass unsere klasse sich trennt,
viele gehen, viele kommen. wir sehen es ein, dass wir nichts mehr ändern können,
also lassen wir es jetzt endlich entspannt angehen.

in mir drin in herrscht ausnahmsweise mal kein furchtbares chaos.
in mir drin verbrennen die schlechten dinge, ich strahle eine ruhe aus,
eine ruhe, der ich mir nie bewusst war. keine hektik, alles gut.
wir haben genug zeit.
zeit, um zu vergessen. zeit, um neue wege einzuschlagen.
so viel zeit bleibt uns noch.
es geht mir nicht schlecht. nach allem , was passiert ist.
ich hatte erwartet es wäre wie ein schlag ins gesicht, der mit einem zusammensacken endet.
der alles wieder einstürzen lässt.
aber ich bin ruhig, gelassen. ich fühle es, den schmerz, ja, er ist da.
aber davon erzähle ich euch wann anders, nicht jetzt. 
denn da ist noch was anderes; etwas, was mich davon abhält, hinzufallen und liegen zu bleiben.
jemand, der mich auffängt. was soll ich sagen?
ich fühle mich, als ob ich heute alles ausprobieren könnte.
gestern, heute, morgen, egal wann, immer.
 
ich kann nicht fallen, nicht solange da dieser jemand ist, auf den ich zählen kann.
aber wann ist mir das klar geworden? ich meine, er war schon immer irgendwie da.
naja, nicht immer. aber seit ich ihn kenne hat er mir nie was böses getan.
sich eher einfach im hintergrund gehalten, aber er war nie böse, egal was war.
und jetzt ist er da, für mich.
das leben ist bitter und süß wie feigen
ich fühle mich so erstaunlich gut. obwohl sie gegangen ist.
obwohl er nur halb da ist. obwohl in meiner familie alles kaputt geht.
ist mir nicht egal, nein,
aber es nimmt mich nicht so mit. heute nicht. nicht dieses wochenende.
vielleicht wieder nächste woche, wer weiß.
dann erzähle ich davon, aber nicht jetzt.
nicht jetzt.
unser herz hängt oft an dingen, die schrecklich wehtun und nur austeil'n
das ist bosse - so oder so
xo,e.
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Montag, 8. Juli 2013

50 stories - Musik

ihre finger flogen immer schneller über die tastatur, sie tippte und tippte und fühlte sich dabei unglaublich gut.
es war ein befreiendes gefühl, all das niederzuschreiben, was sie empfand. es tat gut, auf diese weise jemanden zu haben, der zuhörte, sie nicht unterbrach. einfach nur schreiben, schreiben, schreiben. sie liebte es, mehr als alles andere.

aber ihre gedanken kreisten immer noch um den heutigen schultag. da war dieser junge gewesen, dieser besondere junge, den sie jeden tag im bus anlächelte, der immer zurücklächelte.
und trotzdem hatten die beiden nie miteinander geredet. aber sie liebte es, ihn anzulächeln, sich dann hinzusetzen, sein lächeln im rücken. einmal hatte sie sich zu einem leisen "hallo" durchgerungen, doch der junge hatte kopfhörer in den ohren, immer, und sie war sich ziemlich sicher, dass er sie nicht gehört hatte. und seitdem lächelte sie ihn immer nur an.

er ging nicht in ihre klasse und auch in keine ihrer parallelklassen. aber es war ihr egal, dass sie nichts über ihn wusste. allein dieses lächeln gab ihrem leben einen kick, ließ sie innerlich aufblühen.
heute war er nicht da gewesen. und prompt war alles schief gelaufen; sie hatte unendlich viel streit mit ihrer besten freundin gehabt, sie hatte eine arbeit richtig verhauen und in den pausen wäre sie am liebsten auf dem klo geblieben, um mit niemandem sprechen zu müssen.
seine fehlende anwesenheit hatte ihrer laune einen ganz schönen dämpfer verpasst.
sie hatte das bedürfnis sein lächeln zu sehen, ihn zu sehen, auch, wenn er still war, sie nichtmal den hauch einer ahnung hatte, wie der klang seiner stimme war.
er hat etwas besonderes an sich., dachte sie leise, während sie weiterschrieb.

über ihn. sie schrieb sooft über ihn. es fiel ihr nie schwer, etwas neues zu erzählen, über ihn. sie stellte sich ihn manchmal als geheimnisvoll und still vor, an anderen tagen als furchtbar aufgeweckt und lustig und überdreht. manchmal als außenseiter, manchmal als beliebten typen. und es gefiel ihr, dass er scheinbar in alle facetten passte. sie hatte nie das gefühl, dass irgendwas an ihm falsch war. es war richtig, er war echt.
sie gähnte leise und stellte mit einem blick auf die uhr fest, dass sie langsam schlafen sollte.
sie speicherte das offene dokument ab und klappte ihren laptop zu. dann legte sie sich ins bett und fiel schließlich in einen unruhigen schlaf.

als sie am tag darauf in den bus stürzte, um ihn grade noch zu bekommen, sah sie, wie der junge wie gewohnt an seinem platz saß. ihr herz fing an zu klopfen, als sie auf ihn zukam. sie lächelte, genau wie immer.
doch anstatt einem lächeln deutete der junge auf den freien platz neben sich.
unschlüssig stand sie einen kurzen moment im bus herum, dann setzte sie sich jedoch neben ihn.
"Hallo", sagte sie leise, doch der junge nickte nur lächelnd. sie sah das erste mal seine augen, dunkel, wie ein schwarzer ozean, tief und unergründlich. seine dunkelbraunen haare fielen ihm ins gesicht, sie waren grade so lang, dass die augenbrauen darunter fast verschwanden. ihr herz pochte mittlerweile so stark, dass sie ihn kaum weiter ansehen konnte. sie wandte den blick nervös auf den boden, verunsichert über die ruhe, die er ausstrahlte. aus den augenwinkeln sah sie, wie er sich darüber stumm amüsierte. seine augen funkelten, wenn er so lächelte und er hatte kleine lachfalten unter den augen, die ihn unheimlich fröhlich aussehen ließen.
sie schwieg die gesamte busfahrt über, sichtlich verwirrt, doch er lächelte nur vor sich hin. als sie aussteigen musste, folgte er ihr. ihr war vorher im gedränge nie aufgefallen, dass er auch hier ausstieg.

vielleicht geht er doch auf meine schule., dachte sie verwirrt.
frag ihn einfach, er wird dich schon nicht umbringen, immerhin hat er dich quasi eingeladen, neben dir zu sitzen!, schoss es ihr durch den kopf, und drehte sich um, doch der junge war nicht mehr hinter ihr, sondern stand schon in einiger entfernung. ihre beine bewegten sich mechanisch in seine richtung, ihr mund wurde trocken und als sie vor ihm stand, brachte sie keinen ton hervor.
nach einigen sekunden, in denen sie geschluckt hatte, setzte sie ein lächeln auf und fragte dann
"gehst du hier zur schule?" doch auch diesmal erhielt sie keine antwort, abgesehen von einem lächeln in ihre richtung. okay, er wollte ganz offensichtlich nicht mit ihr reden.
"also... ich bin lana", stammelte sie unbeholfen. doch er reagierte gar nicht, sondern sah sie immer noch lächelnd an, ohne ein wort zu sagen.
"wie heißt du?", versuchte sie es weiter, mittlerweile schon fast verzweifelt. doch statt einer antwort, schüttelte er nur den kopf und nahm ihre hand. er zog sie sanft mit sich, in die entgegengesetzte richtung ihrer schule. okay, das ist seltsam. definitiv., dachte sie, doch sie kam mit ihm mit, ihre neugier war einfach zu groß. nach einer weile blieb er stehen und sie brauchte einige minuten, bis sie verstand, was er ihr hatte zeigen wollen. sie war sprachlos, ihr fiel nichts ein, was sie hätte sagen können.
nachdem sie das schild gesehen hatte sah sie ihn an, und er nickte traurig.
sie sah in seine dunklen augen, und lächelte ihn an, drückte beruhigend seine hand.
"oh mein gott", sagte sie dann ganz leise und las das schild erneut:

Staatliche Schule für Gehörlose.
--

hey :) ich hoffe meine erste hier veröffentlichte kurzgeschichte hat euch irgendwie gefallen oder so. 
ich ordne sie den worten "Musik" zu, weil ich finde, dass es irgendwie ein passender begriff ist,
da gehörlose nie den klang unserer musik hören können. aber dennoch, glaube ich, haben sie eine ganz eigene art, musik wahrzunehmen. 
die inspiration für diese geschichte hatte ich übrigens wegen diesem video, guckt es euch einfach mal an, ich finde das alles so unglaublich perfekt, dass ich immer wieder heulen könnte, wenn ichs mir ansehe.

habt einen schönen, mit sonne erfüllten tag,
xo,e.



Freitag, 5. Juli 2013

we could have had it all, rolling in the deep

meine krankheit ist zwar noch nicht ganz auskuriert,
aber es geht mir schon so gut, dass ich wieder in der schule war,
also alles ist gut.

ab jetzt sind es noch 2 wochen, bis zu den sommerferien.
2 wochen, die ich aushalten muss.
2 wochen bis zu den ferien, bevor ich in die oberstufe komme.
2 wochen 9. klasse noch.

mittlerweile ist es krass, wie schnell die zeit umging.
gestern war ich noch in der 5. klasse, alles war neu,
die schule war groß.
und heute? routine hat sich eingeschlichen.
die schule erscheint uns allen lächerlich klein, wir kennen jede ecke,
jeden winkel, jeden raum. regen uns tag für tag über lehrer auf,
schüler, die sich mal wieder aufspielen, kleine kinder, die einen anrempeln,
all das.
und wenn ich so drüber nachdenke, dann ist das eigentlich ziemlich witzig.
ich meine, ich kann das nicht erklären.

einerseits könnte ich luftsprünge aufführen, YES, schreit es in mir,
du kommst in die oberstufe, keine klassen mehr, sondern kurse,
viele neue fächer, lehrer, freunde, feinde, was auch immer.
ein neustart. alte gewohnheiten ablegen. zeit für veränderung.

aber andererseits. andererseits ist das dieses dicke NO.
du verlierst deine alten freunde vielleicht, viele gehen,
ausland oder realschule, was auch immer.
du liebst deine klasse auf eine ganz seltsame art und weise.
nicht, dass du dich mit allen verstehst, nein, aber du liebst sie als klasse.
nach 4 jahren, da magst du es, dass man sich untereinander kennt.
die einen mehr, die andern weniger.

und das macht alle so verdammt unsicher.
hinzu kommen die klassenarbeiten,
jetzt hatten wir im schulhalbjahr vielleicht 10, klar,
in jedem hauptfach zwei.
aber jetzt, jetzt, wo wir in die 10. kommen.
da verdoppelt sich das ganze fast.
wir kommen auf 16 oder 18 klausuren, manche auch nur auf 14.
und waren wir nicht jetzt schon immer total im stress?
hatten wir nicht jetzt schon angst, nicht mehr durchzukommen?

dem druck nicht mehr standhalten zu können?

ich glaube wirklich, dass die oberstufe eine tolle zeit wird.
aber ich glaube auch, dass sie eine der härtesten wird, rein schulisch gesehn,
ganz abgesehen von dem, was sich draußen, außerhalb der schule vielleicht abspielt.
und vielleicht würde ich mich selbst für panisch und verrückt halten,

aber diesmal bin ich nicht die einzige.
so viele, bzw. eigentlich fast jeder hat diese gedanken im kopf.
das ist uns heute irgendwie richtig klar geworden.
denn heute haben wir unsere letzte arbeit wiederbekommen,
unsere allerallerletzte klassenarbeit aus der ganzen 9. klasse.
unsere letzte arbeit, bevor wir "klausuren" schreiben.
unsere letzte arbeit vor der oberstufe.
-- und ich hatte eine eins.

okay, das kam jetzt voll strebermäßig, aber ich hab mich so gefreut, unglaublich.
und alle haben sich high-fives gegeben. alle haben gelacht, getobt, diskutiert.
es war ein freier moment. ein moment voller ängste und hoffnung.
ich weiß nicht, was passieren wird, wenn sich unsere klasse trennt.
ich kann es mir nichtmal richtig vorstellen.
aber irgendwann kommt der tag, an dem wir damit leben.
und ich hoffe, und doch, eigentlich bin ich sogar relativ zuversichtlich -

die oberstufe wird toll.
daran glaube ich ganz fest.

xo,e.
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Mittwoch, 3. Juli 2013

nur nachts allein die panik, geht am ende wirklich alles auf?

"was willst du denn dann?"
"ich will einfach nur glücklich werden."
"du weißt, dass das egoistisch ist."
"ja."

aber ist es das?
ist es wirklich egoistisch, wenn man glücklich werden will?
dieser satz schwebt mir heute den ganzen tag schon im kopf.
desperate housewives zitat. und die ganze zeit frage ich mich, 
ob es wirklich egoistisch ist.
und bin immer noch nicht zu einer antwort gekommen.
denn ja, vielleicht ist es egoistisch. vielleicht ist es falsch, nur daran zu denken, dass man selbst glücklich werden will. vielleicht sollte man auch daran denken, dass man glücklich werden kann, ohne andere menschen zu verletzen. aber geht das?
und ist es nicht grade heute, grade in diesem jahrhundert so, dass man ohne den nötigen egoismus nicht weit kommt? dass man heute egoistisch sein muss, zumindest in manchen punkten,
damit man überlebt?
oder ist das nur ein vorurteil. nur eine vermutung. nur meine sicht auf die dinge?

---

was für ein trostloser tag
ich fühle mich kraftlos, schlapp. ich hab keine lust mehr. war nicht in der schule, weil ich krank bin.
dabei halte ich es heute nicht aus, ohne das joggen. ich will unbedingt in den wald, meine 20 minuten laufen, damit ich nicht denken muss, den kopf frei bekomme. 
dabei ganz laut musik hören. aber ich kann nicht, darf nicht, weil ich erkältet bin, fieber hab.
und meine gedanken verfolgen mich bis in den schlaf. ich hab versucht mich auszuruhen, aber wie kann ich mich ausruhen, wenn ich alle 30 minuten aufwache, schweißgebadet, ob vom fieber oder vom fiebertraum?
überall sind gedanken, gefühle, träume, ich will es wegschieben, will platz in meinem kopf haben, aber ich schaff es nicht. sie kommen wieder, umzingeln mich. 
warum ist sie gegangen?
wie geht es jetzt weiter?
was machst du da eigentlich?
wie kannst du sie aufgeben?
warum ist er zu dir gekommen?
fragen auf die ich keine antwort finde. fragen, die mir die letzten kräfte rauben, die mir kopfschmerzen verursachen, obwohl ich sowieso schon krank bin. 
ich will raus, 
raus, laufen, rennen, weg, nur für 20 minuten abschalten.
um mich danach logisch und geordnet einer frage nach der anderen zu widmen.
aber das geht nicht, wenn alle gleich laut in meinem kopf schreien, 
wenn jedes problem zuerst gelöst werden will, und ich keine möglichkeit habe, einen klaren gedanken zu fassen.

was für ein unerträglicher tag.
morgen geh ich in die schule, egal,wie ich drauf bin.

allein mit der einsamkeit ist es am schlimmsten.
denn man entkommt ihr nicht. 
nichtmal ein bisschen. nichteinmal fast.

xo,e. 

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Sonntag, 30. Juni 2013

denn wir feiern durch die nacht, bis die sonne wieder scheint

Hey. :)
hier ist mal wieder ein tag post von mir.
diesmal von der lieben ellen!
geht mal auf ihren blog, wenn ihr kurzgeschichten/gedichte oder so mögt.
sie schreibt wirklich tolle geschichten, finde ich jedenfalls.

jetzt mal zu den regeln:
- als dankeschön den tagger verlinken
- die 11 fragen beantworten
- 10 blogger taggen, die unter 200 follower haben
- selbst 11 fragen ausdenken
- zurücktaggen ist nicht erlaubt

die 11 fragen von ellen sind:
1. dein lieblingsschauspieler?
elyas m'barek und ed westwick.<3

2. dein lieblingsfilm?
harry potter. voll klischee mäßig, ich weiß, aber ich liebe diese filme + bücher so unnormal.

3. dein lieblingslied?
verändert sich jeden tag haha, aber momentan hör ich wieder total gern rolling in the deep.

4. etwas, was du an dir nicht magst?
vieles. mein aussehen. meine schüchternheit.

5. die erde wird zerstört und du bekommst einen platz in einem "raumschiff" -
welche 5 gegenstände nimmst du mit?
stifte, ein notizbuch, eine kamera, ein buch und mein handy, auch, wenns mir nichts nützt.xd

6. welche 5 personen nimmst du mit?
meine schwester, meinen papa, m., meine beiden süßen  - j. und fn. und eigentlich auch noch die exfreundin meines papas. :o

7. was würdest du am meisten vermissen?
mein bett. und meinen blog.

8. was muss man in seinem leben unbedingt mal gemacht haben?
jemandem sagen, dass man ihn oder sie bedingungslos liebt.

9. was sollte im leben vermieden werden?
autounfälle.

10. worüber musst du immer wieder lachen?
über die minions von ich - einfach unverbesserlich, hahahaha. :D

11. was ist deine größte angst?
immer und immer wieder verlassen zu werden, und nie jemanden zu finden, der bleibt.

meine 11 fragen:
1. wenn du dich zwischen musik und lesen entscheiden müsstest - was würdest du nehmen?
2. welches foto findest du total faszinierend (bild evtl. einfügen) ?
3. welches alter fandest du bisher am schönsten ?
4. bist du ein optimist oder ein pessimist?
5. weißt du was das erste wort war, das du gesagt hast?
6. wohin würdest du gern reisen?
7. welcher satz inspiriert dich?
8. was möchtest du in deinem leben nie wieder machen?
9. welches wort findest du, hört sich im englischen besser an, als im deutschen?
10. was war das letzte, was du geträumt hast?
11. wenn du eine berühmte person treffen würdest, wen du würdest du treffen wollen?

und ich tagge:
everytime i close my eyes, it's like a dark paradise
unser verlassenes nebraska.
catas welt..
lebe jeden moment
mein leben, und ich

xo,e.
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Freitag, 28. Juni 2013

will inmitten der schnappschüsse mal das leben erwischen

ich muss wirklich mal hier raus.
raus aus dieser schule, diesem druck, diesem stress.
diesen ganzen menschen, die sich alle gegenseitig verarschen.
ich kann nicht mehr

meine beste freundin wurde mir jetzt schon zum zweiten mal weggenommen.
juchu. beziehungsweise, nein, eigentlich wars anders.
meine frühere beste freundin, mit der ich immer ein bisschen befreundet war,
und die ich immer noch ziemlich mag, hat mich irgendwann mal ersetzt, durch ein mädchen,was nett ist,ja,aber auch furchtbar klammernd. irgendwann haben wir uns aber wieder stärker angefreundet, ich nenn sie immer noch beste freundin. und ja, wir haben uns dann öfter mal wieder getroffen, und gemerkt,dass wir uns doch immer noch gut verstehen.
und in letzter zeit, da hatten die zwei andauernd streit. und ja, ich wollte mich niemals zwischen die beiden drängen, aber gott, ich wurde die ganze zeit dazugeholt, mit mir wurde geredet,
meine beste freundin hat sich mir anvertraut, mir.
und das hat dem mädchen, durch was ich ersetzt wurde nicht in den kram gepasst.
und wow, ich dachte erst wirklich, "komm, scheiß drauf, wenn sie ihre beste freundin nicht halten kann." aber dann hab ich texte von ihr gelesen. sms, an meine beste freundin, in denen schlimme dinge standen.
dinge, die sie mit mir ziemlich verbinden.
"bitte, l. in mir ist eine leere. ihr seht mich an, aber ihr seht nur durch meine fassade,
ich habe angst zu ersticken. atme ein und aus, aber fühle mich schlecht. ich renne und renne, will stehen bleiben aber kann mich nicht zu euch umdrehen, zu euch,die nach mir rufen. 
l. ich weiß du verstehst das nicht, aber dann mach es nicht schlimmer, sondern lass mich einfach in ruhe, bitte. 
bitte geh einfach, bitte."

die sms hat l, meine beste freundin, mir gezeigt. 
und dann hab ich mich ziemlich beschissen gefühlt.
erstens, weil ich die sms nicht hätte sehen sollen.
zweitens, weil ich genau weiß wie sie sich fühlt, aber sie nicht drauf ansprechen kann,weil ich die sms ja offiziell nie gelesen habe.
drittens, weil l. völlig falsch gehandelt hat. meiner meinung nach.
denn anstatt ihrer "besten freundin" zur seite zu stehen konnte sie damit nicht umgehen.
"gott, mi., dann rede doch mit mir. wenns dir scheiße geht brauchst du doch einen grund dafür. an sich müsste ich jetzt deine mutter anrufen, und ihr sagen,dass du selbstmordgefährdet bist. an sich müsstest du hilfe bekommen. das ist doch nicht normal. aber dann sag mir jetzt bitte , ob du den text ernst meinst oder ob das nur panik mache ist. mi. , rede mit mir."

und scheiße, was soll das? aber ich konnte l. ja nicht sagen, dass sie falsch handelt.
das das so nicht geht. ich konnte nur neben ihr sitzen, nicken, und nichts falsches tun.
denn l. weiß nicht viel. sie weiß zwar, dass ich oft stress hab, und mich scheiße fühle und alles,
aber solche texte hab ich ihr nie gezeigt.
genau deswegen. weil ich wusste, wie sie auf sowas reagiert.
mi. hat also meiner besten freundin versucht zu erklären, dass sie nicht mit ihr drüber sprechen kann,weil sie die worte nicht findet. daraufhin kam von l. ein "ach, du kannst mit mir ja wohl drüber reden. und wenn nicht, dann sprich wenigstens mit jemand anderem drüber,wenn du mir nicht vertraust und tu nicht so,als ob du das nicht erklären könntest."
das hat sie heute gesagt, im unterricht, ich saß daneben, und hab die beiden leise flüstern hören.

und scheiße, ich hätte fast die klappe aufgerissen und l. angeschrien. angeschrien,dass man sehr wohl einiges nicht erklären kann. dass es sachen gibt, über die man lieber schweigt, die man lieber aufschreibt, anstatt drüber zu sprechen. ich hätte mi. am liebsten gesagt, dass ich mich genauso fühle. dass ich genauso fühle wie sie, dass ich es kenne, dass sie mit mir schweigen oder reden kann, dass ich es verstehe, dass ich endlich jemanden gefunden habe, der mich versteht. und ich sie.

stattdessen hab ich versucht die tränen zurückzuhalten. hab versucht, mich auf den unterricht zu konzentrieren, vergeblich. irgendwann hab ich nur noch gradeaus gestarrt, die stimmen versucht zu verdrängen und einfach nur geatmet. ohne ein zeichen.

und das hat mich fast zerissen.

die tatsache, dass es jemanden gibt, der sich fühlt wie ich,
jemand, der eine perfekte fassade hat, die ich nie durchschaut habe.
nichtmal ansatzweise. nichtmal fast.
für mich war sie immer die, die mir l. geraubt hat.
und das ist sie schonwieder.
denn jetzt kümmert sich l. um sie, redet in den pausen nur mit ihr.
lässt mich wieder stehen.
wie vorher, und ich?
was ist mit mir? warum falle ich immer wieder auf meine beste freundin rein?
ich wurde wieder ersetzt.
"e. ist irgendwas?"
"nein"
"ok"
mehr hat l. nichtmal gefragt, obwohl ich die ganze zeit geschwiegen hab.
scheiß leben.
ich bin auf und davon
xo,e.
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