Montag, 22. Juli 2013

tonight it's getting hard to fall asleep, 'cause it's becoming clear that it broke all into pieces

heute werd ich nicht einschlafen können.
dabei bin ich so müde. ich würde mich gern ins bett legen und einschlafen. morgen aufwachen, allein zuhause sein. weggehen, wenn alle wiederkommen.
ich halte diese ständigen streitereien nicht mehr aus.
ich kann nicht mehr dieses tägliche "ich hasse dich" hören, ob es nun an mich gerichtet ist, oder an jemand anderen. ich will nicht verletzt werden, weil ich weiß, dass sie es nicht so meinen.
aber ich bin nunmal so. ich nehm mir alles zu herzen. verstehe nicht, wie der eigene vater so verzweifeln kann. ein vater war für mich ein mensch, der stark ist. bärenstark. der mich in schutz nimmt, wenn ich weine. der mir sagt, dass ich auch mal so werde wie er.
der nicht anfängt, alleine zu trinken.
nach allem,was war.

als ich das gesehen hab, wie er da saß, den kopf in den händen versunken, wie sooft in letzter zeit,
das leise aufseufzen, die flasche vor ihm auf dem tisch, die kippen daneben. er versuchte es nichtmal mehr, vor mir zu verstecken.
"papa" keine frage, aber auch kein vollendeter satz.
ich bin zu ihm gegangen, hab mich neben ihn gesetzt.
"geh" er wollte mich hierhaben, aber wollte es doch nicht.
ich nahm seine hände von seinem gesicht, drehte ihn zu mir.
tiefe ränder unter seinen augen, heruntergezogene mundwinkel.
er sah älter aus als sonst. blass, mit geschwollenen augen.
ich wollte nicht weinen, aber tat es trotzdem, weil es wehtat, einfach alles.
"hey", er legte eine zitternde hand um mich, versuchte, mich zu trösten.
früher hatte das besser geklappt. "hey, gib nicht auf"
ich wischte mir die tränen aus dem gesicht.
"wenn du mit mir zusammen weitermachst."
er nickte, dann schüttelte er den kopf.

was war passiert?
wie hatte alles so zusammenbrechen können.
irgendwo waren wir gescheitert. er und ich. auf ganz unterschiedliche art und weise.
"ich vermisse sie", mein vater reichte mir das bild, auf dem er mit ihr zu sehen war.
seine ex-freundin. meine lieblingsersatzmutter. ich liebte sie.
aber er hatte sie verlassen, und sie wollte nicht mehr zurückkommen.
es war schwierig bei uns, das hatte auch sie letztendlich einsehen müssen.
sie hielt uns nicht aus, auf dauer. am anfang, ja, da war sie immer ein trost gewesen.
hatte uns bestärkt, ich hatte mich ihr komplett anvertraut.
aber auch sie war am ende ihrer kräfte angekommen, nach einer weile.
nach einer erstaunlich langen weile.
er hob die weinflasche, versenkte sich in alkohol.

ich schwieg. normalerweise hätte ich sie ihm abgenommen, mit ihm darüber geredet.
aber ich konnte selbst nicht mehr. ich konnte ihn so nicht sehen, mich so nicht sehen.
"warum weinst du?", seine stimme drang an mein ohr, seine worte hallten in meinem kopf wieder.
"ich hab vielleicht was ganz blödes gemacht."
er wollte wissen,was. fragte mich, was passiert sei.

also begann ich, zu erzählen.

von diesem jungen, den ich unabsichtlich so verletzt hatte, mit dem, was ich erzählt hatte.
ich hatte ihm gesagt, was ich dachte, fühlte, bei bestimmten leuten,
ohne zu wissen, dass er ebenfalls so fühlte. für mich. ausgerechnet mich.
der begriffen hatte, dass ich nicht von ihm sprach.
er aber von mir.

und so saßen wir da, ich weinend, er trinkend.
die letzten, die aus dieser familie noch zusammenlebten.
und wie wir da so saßen, fiel ihm etwas ein.
"ich hasse dich nicht."
und ich wusste, dass er wusste, er hatte mich damit verletzt.
und ich wusste, ich hatte ihn ebenfalls verletzt.
"und ich halte dich für den besten vater der welt."
und so saßen wir da. zu zweit.
die letzten beiden, die noch versuchten, zusammenzuhalten.
die einzigen beiden, die noch irgendwie zueinader finden konnten.
die einander zuhörten.

das war das wichtigste.
und trotzdem war es nicht ganz richtig.
denn die streits waren da, sie würden wiederkommen.
nicht einfach aufhören.
und in diesem moment waren wir zwar zu zweit, aber dennoch schrecklich allein.
und nun bin ich wieder allein. furchtbar allein.

xo,e.
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Freitag, 19. Juli 2013

we're young enough to say - oh, this has gotta be the good life

FERIEN.
und mal wieder ein schuljahr überlebt, bestanden, wie auch immer.
ja - heute war endlich der letzte schultag. oder leider?
nein, endlich. und damit fangen 6 wochen an,
6 wochen, in denen ich ziemlich viel vorhabe.
sodass ich in die oberstufe starten kann, neu anfangen kann, neue leute, neues ich.
ich meine - es ist wunderschönes wetter, es sind ferien, ich brauch nichts lernen, mein zeugnis ist mit einem schnitt von 1,5 wirklich verdammt gut (zumindest kann ich mich echt nicht beschweren), und ich bin schon den ganzen tag draußen in der sonne. von freibad zu rumliegen im gras, mit einem buch.
:-) tankt eure laune mit dem smiley auf. er lächelt für euch.

ich könnte jetzt sicher einen post schreiben, in dem ich mich über die hitze auslasse,
ich könnte sicher auch was darüber schreiben, was bei mir momentan in der familie los ist- und glaubt mir, da ist einiges los. ich könnte bestimmt auch schreiben, wie wir den letzten tag als klasse verbracht haben (bzw eigentlich haben wir ihn ja gar nicht so wirklich als klasse verbracht), ja,klar, über das alles könnte ich jetzt schreiben, und bestimmt werde ich auch darauf zurückkommen, naja, bis auf die sache mit der hitze vielleicht.
aaaber heute bin ich einfach nicht in der stimmung, über irgendetwas von diesen dingen zu schreiben.

es tut mir leid, dass ich heute nicht allzu melancholisch bin, dass ich nicht viele gedanken habe, aber die hitze ist einerseits so wohltuend auf meiner haut, und andererseits so niederschmetternd, dass ich wirklich keinen klaren kopf mehr habe. (jetzt hab ich mich doch ein wenig über sie ausgelassen, aber ich mag sonnenschein wirklich.)
und dann dieses zeugnis. 9 klasse, omg, es sind also jetzt wirklich nur noch 6 wochen, dann ist es soweit.
meine süßen, entschuldigt, versucht einfach, das wetter zu genießen, die sonne zu spüren, die ferien einzuatmen.
ich muss jetzt leider schon wieder weg, draußen wartet ein leben auf mich, aber es wird nicht ewig warten.

bis demnächst, zu einem hoffentlich sinnvollerem post.
xo,e.
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Montag, 15. Juli 2013

we can not deny how we feel inside, we can not deny

es ist alles so unnötig kompliziert. ich befinde mich in irgendeinem kreis, es gibt keinen anfang, kein ende.
nirgendwo, wo ich hingehen könnte.

ich will mich sicher fühlen.

ich will abends einschlafen und sagen können
"morgen wird mindestens genauso gut wie heute."
und nicht mit einem "hm. heute war toll. schade, dass es vorbei ist." oder eben mit einem "lass endlich den nächsten tag beginnen."
ich will jemanden neben mir haben, der seine arme um mich legt,
der mir wärme spendet, mir sicherheit gibt.
will nicht mehr sooft pessimistisch sein, sondern eben immer nur optimistisch.

will keine angst vor dem haben, was mich erwartet.
angst vor dem tag danach, der tag, an dem alles wieder einstürzt.
an dem alles zusammenklappt. ich zusammenklappe.
das problem ist, es wird passieren. und das weiß ich.
irgendwann da wird alles wieder von vorn beginnen.
durch irgendwas oder irgendwen ausgelöst, ganz unbewusst.
ich werde einfach schreien wollen, aber wieder nur schweigen.
ich werde mich wieder hassen, so wirklich.

wenn ich wüsste, wann dieser tag kommt, ich würde ihn streichen wollen.
nicht erfahren, was passieren wird. was mich wieder auf den grund stößt.
und genau das meinte ich. ich bin pessimistisch.
sollte ich nicht eher sagen, dass alles gut wird?
der meinung sein, dass dieser tag nicht mehr kommen wird?
aber das kann ich nicht.

angst vor dem,was kommt.
es wird von vorn anfangen, sobald ich den kreis einmal entlanggelaufen bin.
aber ich werde kein ende erreichen, weil ende und anfang auf einer linie sind.
das ende ist der anfang.
na herzlichen glückwunsch.

ich will raus. raus aus dem kreis.
xo,e.
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Sonntag, 14. Juli 2013

so musst du nicht nur weinen, nur weil irgendein idiot gegangen ist

noch eine woche schule.
es ist okay, wir haben uns alle damit abgefunden. abgefunden damit, dass unsere klasse sich trennt,
viele gehen, viele kommen. wir sehen es ein, dass wir nichts mehr ändern können,
also lassen wir es jetzt endlich entspannt angehen.

in mir drin in herrscht ausnahmsweise mal kein furchtbares chaos.
in mir drin verbrennen die schlechten dinge, ich strahle eine ruhe aus,
eine ruhe, der ich mir nie bewusst war. keine hektik, alles gut.
wir haben genug zeit.
zeit, um zu vergessen. zeit, um neue wege einzuschlagen.
so viel zeit bleibt uns noch.
es geht mir nicht schlecht. nach allem , was passiert ist.
ich hatte erwartet es wäre wie ein schlag ins gesicht, der mit einem zusammensacken endet.
der alles wieder einstürzen lässt.
aber ich bin ruhig, gelassen. ich fühle es, den schmerz, ja, er ist da.
aber davon erzähle ich euch wann anders, nicht jetzt. 
denn da ist noch was anderes; etwas, was mich davon abhält, hinzufallen und liegen zu bleiben.
jemand, der mich auffängt. was soll ich sagen?
ich fühle mich, als ob ich heute alles ausprobieren könnte.
gestern, heute, morgen, egal wann, immer.
 
ich kann nicht fallen, nicht solange da dieser jemand ist, auf den ich zählen kann.
aber wann ist mir das klar geworden? ich meine, er war schon immer irgendwie da.
naja, nicht immer. aber seit ich ihn kenne hat er mir nie was böses getan.
sich eher einfach im hintergrund gehalten, aber er war nie böse, egal was war.
und jetzt ist er da, für mich.
das leben ist bitter und süß wie feigen
ich fühle mich so erstaunlich gut. obwohl sie gegangen ist.
obwohl er nur halb da ist. obwohl in meiner familie alles kaputt geht.
ist mir nicht egal, nein,
aber es nimmt mich nicht so mit. heute nicht. nicht dieses wochenende.
vielleicht wieder nächste woche, wer weiß.
dann erzähle ich davon, aber nicht jetzt.
nicht jetzt.
unser herz hängt oft an dingen, die schrecklich wehtun und nur austeil'n
das ist bosse - so oder so
xo,e.
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Montag, 8. Juli 2013

50 stories - Musik

ihre finger flogen immer schneller über die tastatur, sie tippte und tippte und fühlte sich dabei unglaublich gut.
es war ein befreiendes gefühl, all das niederzuschreiben, was sie empfand. es tat gut, auf diese weise jemanden zu haben, der zuhörte, sie nicht unterbrach. einfach nur schreiben, schreiben, schreiben. sie liebte es, mehr als alles andere.

aber ihre gedanken kreisten immer noch um den heutigen schultag. da war dieser junge gewesen, dieser besondere junge, den sie jeden tag im bus anlächelte, der immer zurücklächelte.
und trotzdem hatten die beiden nie miteinander geredet. aber sie liebte es, ihn anzulächeln, sich dann hinzusetzen, sein lächeln im rücken. einmal hatte sie sich zu einem leisen "hallo" durchgerungen, doch der junge hatte kopfhörer in den ohren, immer, und sie war sich ziemlich sicher, dass er sie nicht gehört hatte. und seitdem lächelte sie ihn immer nur an.

er ging nicht in ihre klasse und auch in keine ihrer parallelklassen. aber es war ihr egal, dass sie nichts über ihn wusste. allein dieses lächeln gab ihrem leben einen kick, ließ sie innerlich aufblühen.
heute war er nicht da gewesen. und prompt war alles schief gelaufen; sie hatte unendlich viel streit mit ihrer besten freundin gehabt, sie hatte eine arbeit richtig verhauen und in den pausen wäre sie am liebsten auf dem klo geblieben, um mit niemandem sprechen zu müssen.
seine fehlende anwesenheit hatte ihrer laune einen ganz schönen dämpfer verpasst.
sie hatte das bedürfnis sein lächeln zu sehen, ihn zu sehen, auch, wenn er still war, sie nichtmal den hauch einer ahnung hatte, wie der klang seiner stimme war.
er hat etwas besonderes an sich., dachte sie leise, während sie weiterschrieb.

über ihn. sie schrieb sooft über ihn. es fiel ihr nie schwer, etwas neues zu erzählen, über ihn. sie stellte sich ihn manchmal als geheimnisvoll und still vor, an anderen tagen als furchtbar aufgeweckt und lustig und überdreht. manchmal als außenseiter, manchmal als beliebten typen. und es gefiel ihr, dass er scheinbar in alle facetten passte. sie hatte nie das gefühl, dass irgendwas an ihm falsch war. es war richtig, er war echt.
sie gähnte leise und stellte mit einem blick auf die uhr fest, dass sie langsam schlafen sollte.
sie speicherte das offene dokument ab und klappte ihren laptop zu. dann legte sie sich ins bett und fiel schließlich in einen unruhigen schlaf.

als sie am tag darauf in den bus stürzte, um ihn grade noch zu bekommen, sah sie, wie der junge wie gewohnt an seinem platz saß. ihr herz fing an zu klopfen, als sie auf ihn zukam. sie lächelte, genau wie immer.
doch anstatt einem lächeln deutete der junge auf den freien platz neben sich.
unschlüssig stand sie einen kurzen moment im bus herum, dann setzte sie sich jedoch neben ihn.
"Hallo", sagte sie leise, doch der junge nickte nur lächelnd. sie sah das erste mal seine augen, dunkel, wie ein schwarzer ozean, tief und unergründlich. seine dunkelbraunen haare fielen ihm ins gesicht, sie waren grade so lang, dass die augenbrauen darunter fast verschwanden. ihr herz pochte mittlerweile so stark, dass sie ihn kaum weiter ansehen konnte. sie wandte den blick nervös auf den boden, verunsichert über die ruhe, die er ausstrahlte. aus den augenwinkeln sah sie, wie er sich darüber stumm amüsierte. seine augen funkelten, wenn er so lächelte und er hatte kleine lachfalten unter den augen, die ihn unheimlich fröhlich aussehen ließen.
sie schwieg die gesamte busfahrt über, sichtlich verwirrt, doch er lächelte nur vor sich hin. als sie aussteigen musste, folgte er ihr. ihr war vorher im gedränge nie aufgefallen, dass er auch hier ausstieg.

vielleicht geht er doch auf meine schule., dachte sie verwirrt.
frag ihn einfach, er wird dich schon nicht umbringen, immerhin hat er dich quasi eingeladen, neben dir zu sitzen!, schoss es ihr durch den kopf, und drehte sich um, doch der junge war nicht mehr hinter ihr, sondern stand schon in einiger entfernung. ihre beine bewegten sich mechanisch in seine richtung, ihr mund wurde trocken und als sie vor ihm stand, brachte sie keinen ton hervor.
nach einigen sekunden, in denen sie geschluckt hatte, setzte sie ein lächeln auf und fragte dann
"gehst du hier zur schule?" doch auch diesmal erhielt sie keine antwort, abgesehen von einem lächeln in ihre richtung. okay, er wollte ganz offensichtlich nicht mit ihr reden.
"also... ich bin lana", stammelte sie unbeholfen. doch er reagierte gar nicht, sondern sah sie immer noch lächelnd an, ohne ein wort zu sagen.
"wie heißt du?", versuchte sie es weiter, mittlerweile schon fast verzweifelt. doch statt einer antwort, schüttelte er nur den kopf und nahm ihre hand. er zog sie sanft mit sich, in die entgegengesetzte richtung ihrer schule. okay, das ist seltsam. definitiv., dachte sie, doch sie kam mit ihm mit, ihre neugier war einfach zu groß. nach einer weile blieb er stehen und sie brauchte einige minuten, bis sie verstand, was er ihr hatte zeigen wollen. sie war sprachlos, ihr fiel nichts ein, was sie hätte sagen können.
nachdem sie das schild gesehen hatte sah sie ihn an, und er nickte traurig.
sie sah in seine dunklen augen, und lächelte ihn an, drückte beruhigend seine hand.
"oh mein gott", sagte sie dann ganz leise und las das schild erneut:

Staatliche Schule für Gehörlose.
--

hey :) ich hoffe meine erste hier veröffentlichte kurzgeschichte hat euch irgendwie gefallen oder so. 
ich ordne sie den worten "Musik" zu, weil ich finde, dass es irgendwie ein passender begriff ist,
da gehörlose nie den klang unserer musik hören können. aber dennoch, glaube ich, haben sie eine ganz eigene art, musik wahrzunehmen. 
die inspiration für diese geschichte hatte ich übrigens wegen diesem video, guckt es euch einfach mal an, ich finde das alles so unglaublich perfekt, dass ich immer wieder heulen könnte, wenn ichs mir ansehe.

habt einen schönen, mit sonne erfüllten tag,
xo,e.



Freitag, 5. Juli 2013

we could have had it all, rolling in the deep

meine krankheit ist zwar noch nicht ganz auskuriert,
aber es geht mir schon so gut, dass ich wieder in der schule war,
also alles ist gut.

ab jetzt sind es noch 2 wochen, bis zu den sommerferien.
2 wochen, die ich aushalten muss.
2 wochen bis zu den ferien, bevor ich in die oberstufe komme.
2 wochen 9. klasse noch.

mittlerweile ist es krass, wie schnell die zeit umging.
gestern war ich noch in der 5. klasse, alles war neu,
die schule war groß.
und heute? routine hat sich eingeschlichen.
die schule erscheint uns allen lächerlich klein, wir kennen jede ecke,
jeden winkel, jeden raum. regen uns tag für tag über lehrer auf,
schüler, die sich mal wieder aufspielen, kleine kinder, die einen anrempeln,
all das.
und wenn ich so drüber nachdenke, dann ist das eigentlich ziemlich witzig.
ich meine, ich kann das nicht erklären.

einerseits könnte ich luftsprünge aufführen, YES, schreit es in mir,
du kommst in die oberstufe, keine klassen mehr, sondern kurse,
viele neue fächer, lehrer, freunde, feinde, was auch immer.
ein neustart. alte gewohnheiten ablegen. zeit für veränderung.

aber andererseits. andererseits ist das dieses dicke NO.
du verlierst deine alten freunde vielleicht, viele gehen,
ausland oder realschule, was auch immer.
du liebst deine klasse auf eine ganz seltsame art und weise.
nicht, dass du dich mit allen verstehst, nein, aber du liebst sie als klasse.
nach 4 jahren, da magst du es, dass man sich untereinander kennt.
die einen mehr, die andern weniger.

und das macht alle so verdammt unsicher.
hinzu kommen die klassenarbeiten,
jetzt hatten wir im schulhalbjahr vielleicht 10, klar,
in jedem hauptfach zwei.
aber jetzt, jetzt, wo wir in die 10. kommen.
da verdoppelt sich das ganze fast.
wir kommen auf 16 oder 18 klausuren, manche auch nur auf 14.
und waren wir nicht jetzt schon immer total im stress?
hatten wir nicht jetzt schon angst, nicht mehr durchzukommen?

dem druck nicht mehr standhalten zu können?

ich glaube wirklich, dass die oberstufe eine tolle zeit wird.
aber ich glaube auch, dass sie eine der härtesten wird, rein schulisch gesehn,
ganz abgesehen von dem, was sich draußen, außerhalb der schule vielleicht abspielt.
und vielleicht würde ich mich selbst für panisch und verrückt halten,

aber diesmal bin ich nicht die einzige.
so viele, bzw. eigentlich fast jeder hat diese gedanken im kopf.
das ist uns heute irgendwie richtig klar geworden.
denn heute haben wir unsere letzte arbeit wiederbekommen,
unsere allerallerletzte klassenarbeit aus der ganzen 9. klasse.
unsere letzte arbeit, bevor wir "klausuren" schreiben.
unsere letzte arbeit vor der oberstufe.
-- und ich hatte eine eins.

okay, das kam jetzt voll strebermäßig, aber ich hab mich so gefreut, unglaublich.
und alle haben sich high-fives gegeben. alle haben gelacht, getobt, diskutiert.
es war ein freier moment. ein moment voller ängste und hoffnung.
ich weiß nicht, was passieren wird, wenn sich unsere klasse trennt.
ich kann es mir nichtmal richtig vorstellen.
aber irgendwann kommt der tag, an dem wir damit leben.
und ich hoffe, und doch, eigentlich bin ich sogar relativ zuversichtlich -

die oberstufe wird toll.
daran glaube ich ganz fest.

xo,e.
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Mittwoch, 3. Juli 2013

nur nachts allein die panik, geht am ende wirklich alles auf?

"was willst du denn dann?"
"ich will einfach nur glücklich werden."
"du weißt, dass das egoistisch ist."
"ja."

aber ist es das?
ist es wirklich egoistisch, wenn man glücklich werden will?
dieser satz schwebt mir heute den ganzen tag schon im kopf.
desperate housewives zitat. und die ganze zeit frage ich mich, 
ob es wirklich egoistisch ist.
und bin immer noch nicht zu einer antwort gekommen.
denn ja, vielleicht ist es egoistisch. vielleicht ist es falsch, nur daran zu denken, dass man selbst glücklich werden will. vielleicht sollte man auch daran denken, dass man glücklich werden kann, ohne andere menschen zu verletzen. aber geht das?
und ist es nicht grade heute, grade in diesem jahrhundert so, dass man ohne den nötigen egoismus nicht weit kommt? dass man heute egoistisch sein muss, zumindest in manchen punkten,
damit man überlebt?
oder ist das nur ein vorurteil. nur eine vermutung. nur meine sicht auf die dinge?

---

was für ein trostloser tag
ich fühle mich kraftlos, schlapp. ich hab keine lust mehr. war nicht in der schule, weil ich krank bin.
dabei halte ich es heute nicht aus, ohne das joggen. ich will unbedingt in den wald, meine 20 minuten laufen, damit ich nicht denken muss, den kopf frei bekomme. 
dabei ganz laut musik hören. aber ich kann nicht, darf nicht, weil ich erkältet bin, fieber hab.
und meine gedanken verfolgen mich bis in den schlaf. ich hab versucht mich auszuruhen, aber wie kann ich mich ausruhen, wenn ich alle 30 minuten aufwache, schweißgebadet, ob vom fieber oder vom fiebertraum?
überall sind gedanken, gefühle, träume, ich will es wegschieben, will platz in meinem kopf haben, aber ich schaff es nicht. sie kommen wieder, umzingeln mich. 
warum ist sie gegangen?
wie geht es jetzt weiter?
was machst du da eigentlich?
wie kannst du sie aufgeben?
warum ist er zu dir gekommen?
fragen auf die ich keine antwort finde. fragen, die mir die letzten kräfte rauben, die mir kopfschmerzen verursachen, obwohl ich sowieso schon krank bin. 
ich will raus, 
raus, laufen, rennen, weg, nur für 20 minuten abschalten.
um mich danach logisch und geordnet einer frage nach der anderen zu widmen.
aber das geht nicht, wenn alle gleich laut in meinem kopf schreien, 
wenn jedes problem zuerst gelöst werden will, und ich keine möglichkeit habe, einen klaren gedanken zu fassen.

was für ein unerträglicher tag.
morgen geh ich in die schule, egal,wie ich drauf bin.

allein mit der einsamkeit ist es am schlimmsten.
denn man entkommt ihr nicht. 
nichtmal ein bisschen. nichteinmal fast.

xo,e. 

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