Mittwoch, 28. August 2013

50 stories - Hass

Außer mir vor wut zertrete ich wahllos eine sandburg, die vor mir steht.
es ist mir egal, welches kind sie gebaut hat und es ist mir auch total egal, ob es deswegen anfängt zu weinen. wütend schreie ich in den endlosen ozean.
das gefühl was in mir hochsteigt, es ist mehr als wut, viel heftiger, und es überrollt mich regelrecht, während ich versuche, stehenzubleiben. doch ich knicke unter den emotionen ein und lasse mich in den nassen sand fallen, der mir kurz darauf schon überall im haar und an den klamotten hängt.
wütend darüber, dass ich ausgerechnet jetzt mein neues kleid anhab schlage ich mit den fäusten auf den sand ein, schreie und weine. niemand scheint mich zu beachten, oder eher gesagt - ich bin allein. niemand anderes ist um diese uhrzeit noch am strand. die touristen sind in ihren hotels, spielen gesellschaftsspiele oder sitzen an der bar. und die anwohner von hier sitzen in ihrem wohnzimmer, sehen fernsehen oder liegen in ihren betten, weil sie am nächsten tag früh aufstehen müssen.
was also mache ich hier?
meine wut, oder das, was ich als undefinierbares gefühl bezeichne macht etwas anderem platz:
trauer.
ihre worte schießen mir durch den kopf, wie ein blitz. für einen moment ist es still. dann ertönt ein schluchzen aus meiner kehle.

"du hast keine chance bei ihm. er liebt dich nicht, lory. er liebt mich - und ich - tja, ich steh drauf."
"du nutzt ihn aus!", hab ich geschrien, aber sie hat nur gelacht, gelacht, gelacht und mir dann frech den mittelfinger gezeigt.
"schöne grüße an deinen vater", und damit hat sie sich umgedreht und ist in der tanzenden menge verschwunden.

hat mich alleine gelassen, mit diesem gedanken.
er liebt dich nicht, lory.
ich verdränge die trauer, und mir fallen sofort eine millionen beleidigungen ein, die ich ihr jetzt an den kopf knallen würde, wenn ich zurück auf die party gehen würde, die im alten leuchtturm stattfindet.
aber ich habe keine kraft, mich mit ihr zu streiten, und sie würde mich nur auslachen.
ich beiße die zähne aufeinander, als ich an sie denke, wie sie vor mir stand  und mich auslachte.
weil sie nun schon zum zweiten mal den jungen hat, den ich will.
mir ist, als ob alles in mir lodern würde, ein inneres feuer, was sich ausbreitet, schnell und unaufhaltsam. um mich zu beruhigen nehme ich eine muschel, die direkt vor mir liegt und drehe sie in meinen händen. kurz muss ich grinsen, als mir der gedanke kommt, ihr die muschel in ihr viel zu zugespachteltes gesicht zu hauen, als ich daran denke, wie sie schreit, wie sie weint, wie sie mich ungläubig ansieht.

erschrocken lasse ich die muschel fallen. was war das für ein gedanke?
mir wird bewusst, dass das schlimmste daran mein grinsen war - ich hatte gegrinst bei dem gedanken daran, sie zu verletzen.
komm wieder zu dir.
bei diesem gedanken kommen erinnerungen wieder. sie lassen das feuer, was sich grade ein wenig beruhigt hatte, wieder auflodern.
komm wieder zu dir.
er hatte es gesagt. genau mit diesen worten. er hatte mich geschüttelt und geschrien, ich soll wieder normal werden. weil ich ihm gesagt hatte, was ich fühlte.
gottverdammt, was ist nur falsch mit mir?
ich richte mich langsam auf. lasse das feuer lodern. nehme das gefühl auf, lasse mich eins werden mit dem gefühl. ich verdränge gedanken, blocke andere gefühle. das gefühl wird noch stärker, und kurz bevor es anfängt, mich zu kontrollieren, fällt mir das wort ein, was ich die ganze zeit gesucht hatte.
Hass. der hass lodert in mir drin.

dann grinse ich böse in mich hinein.
sollen sie doch alle verrecken.
ich wusste genau, was ich jetzt tun würde.


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soo, ich hoffe die geschichte hat euch gefallen - mal ein bisschen was anderes, ich war nämlich beim schreiben sehr aufgekratzt und emotional geladen, wie man vielleicht merkt.


xo,
    e.

Sonntag, 25. August 2013

gonna live like it's the end of the world

die welt ist so schön

warum mein leben sich erst verändert, wenn der sommer grad vorbei ist?
keine ahnung, aber es ist schön und macht spaß.
ich habe freunde, und unternehme viel mit denen
ich lebe mein leben, scheiß auf dies das, feiere, strahle
dann war da dieser junge, der so unglaublich süß ist.
auf eine andere art und weise - jemand, der scheinbar endlich mal einfach ne freundschaft sucht.
er ist einfach voll lustig, disst mich, was auf gegenseitigkeit beruht -
wir streiten uns über cocktails, und dann sagt er mir, dass er mich mal mit in eine cocktailbar nimmt.
wir lästern über mädchen, die sich total aufdonnern, und er sagt mir, dass er froh ist, dass ich nicht so bin, wie die.
er nennt mich schlafmütze, weil ich so spät aufstehe, aber gleichzeitig auch nachtmensch, weil ich immer länger wach bin,als er.
und alles ist so einfach. es gibt nichts, was er an mir scheiße findet, egal, was für mist ist labere.
er hört mir zu, selbst bei den sinnlosesten dingen - ich hab ihn locker 2 stunden zugelabert, aber er hats sich angehört, meine themenwechsel mit einem zwinkern abgetan und ja.

und das alles bestärkt mich, für die oberstufe, für alles, was noch kommt.
kennt ihr das?
dieses gefühl von akzeptanz. dass jemand wirklich für euch da ist.
euch nicht nur anschreibt, weil ihm grade langweilig ist, sondern er an einem gespräch interessiert ist.
da ist er gewissen anderen leuten definitiv im vorraus.
die, die meinen, sie mögen dich so gern, dir in den ferien dann aber auch nur 1 x schreiben, und das meistens dann, 2 minuten, bevor sich schlafen gehen, nur um vorher noch erzählen zu können, wie behindert das leben doch ist.

aber das ist es ja gar nicht.
es gibt eigentlich keinen ort, wo ich grade lieber wäre-
als genau hier. auf der erde, mit einem haufen menschen,
menschen, die mal glücklich mal traurig sind,
menschen, die mit emotionen geladen sind, die damit alles erreichen könnten.
menschen, die fehler machen, die nicht sehen, dass sie sich selbst ins ende stürzen.

ich will trotzdem hier sein.
und das ist es.

"also, ich versuche mein bestes.
ich versuche, gegen alle downs und anfälle anzukämpfen.
egal, wie weh es tut.
am ende des jahres will ich sagen können
" mir gehts super ! :-) "
und es so meinen. wirklich so meinen, mit jeder faser meines körpers.
will lachen können, ohne mir über irgendwas anderes gedanken zu machen.
leben können, wie ich es immer wollte. "

das waren meine eigenen sätze, sätze, die ich am 26.Mai diesen Jahres geschrieben habe. 
auf diesen blog.

und jetzt ist ende august. 
was ist passiert? 
es geht mir gut, ich meine es so. ich lache und lebe.
mein gott, ich hab mich so verändert.

ich denke heute abend an euch alle, 
an alle, denen es nicht gut geht, die irgendwas auf dem herzen haben.
ihr könnt auch sonst immer mit mir reden. 
mir schreiben.
heute abend trinke ich für euch alle mit, auf euch. alle, die ihren weg verloren haben und den ausgang aus dem ganzen suchen.

ein fettes xo,
           e. 
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Samstag, 17. August 2013

komm wir gehn zusammen den bach runter, denn ein wrack ist ein ort, an dem ein schatz schlummert!

ich bin im moment so unbeschwert.
das ist gut, glaube ich jedenfalls. ich lache, weine, lebe, atme, genieße, rede, erzähle, höre zu, meine güte, so viele eindrücke.
und seitdem blogge ich auch nicht mehr so viel, ich hoffe, niemand nimmt mir das übel,aber ich liebe diese unbeschwertheit - auch, wenn sie mir irgendwie eine totale schreibblockade verpasst. ich bringe immer nur einzelne sätze hervor, dann lösche ich sie wieder, tippe sie erneut ein, lösche sie wieder...
habe mittlerweile schon so viele entwürfe auf blogger. alles angefangene texte, teilweise geschichten, teilweise irgendwelche gedanken, aber ich finde keinen faden, keine überleitung, nichts, was ich ausführen könnte - weil diese unbeschwertheit mich einfach total strahlen lässt.
oh mein gott, und selbst jetzt, um zwanzig vor 2, hüpfe ich noch hysterisch durch mein zimmer, weil..
ich weiß nicht einmal warum. vielleicht weil ich erfolge erziele?
der mensch braucht erfolge, glaube ich.

ich war joggen, öfter, jeden zweiten tag diese und letzte woche und merke, wie meine ausdauer wieder steigt, ich komme nach hause, ernähre mich gesünder, lerne ein wenig kochen, schreibe mit vielen verschiedenen leuten, versuche, nicht alles so ernst zu nehmen, mich auch mal zu akzeptieren.

und das ist ein gewaltiger schritt, aber es fühlt sich einfach nur so toll an.
es ist einfach nicht dieses berauschende gefühl so nach dem motto " ich bin high und morgen low ", sondern einfach " ich bin da, ich lebe, ich bin glücklich und traurig, aber das ist das leben "
die traurigkeit überwiegt nicht, nicht mehr!
mich nimmt nicht mehr alles so krass mit, ich merke, wie ich mich verändere, und ach, was ich gestern für einen mist mit einer freundin geredet habe -

wir waren wieder kinder, einfach klein und total bescheuert, haben gekreischt und gelacht und geweint vor lachen, uns die bäuche gehalten, weil es nicht mehr anders ging, uns dabei aufgenommen, bescheuerte fotos gemacht, uns gegenseitig gesagt, wie cool wir doch sind - es war alles so sarkastisch, aber alles einfach so verdammt witzig.

und jaa, da ist immer noch dieser junge, aber mittlerweile ist es einfach so dieses genervte.
ja, verdammt, er nervt mich tierisch!
jeden tag kommt er zu mir an, fragt mich, ob wir uns nicht mal treffen wollen, dass er bald einfach vorbeikommt und omg, ich hab so losgekichert mit meiner freundin, als wir ihm geschrieben haben, wie nervig er ist und ... das war eigentlich ziemlich fies, und ich wollte ihn auch nicht verletzen, wirklich nicht (schlechtes gewissen meldet sich grade..)
... aber niemand hat gesagt, dass ich gerne gestalkt werden will, und was zuviel ist, ist zuviel!
ende aus. und außerdem, ach ich weiß auch nicht, warum darf ich nie böse sein, während andere leute ihr leben damit verbringen, böse zu sein und sich deswegen nicht mal schlecht zu sein?
ich meine, ich bringe ja niemanden um, und ich betrüge auch niemanden ( lol ) , ich lass eben einfach nur nicht mehr alles mit mir machen.

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und vielleicht wird es ja einfach so besser werden - ich hab nämlich das gefühl, dass ich langsam aus diesem kampf rauskomme - als sieger!

so ist das leben - mal sehen was der nächste morgen bringt. 
 adiós meine lieben,
                      e. 

Montag, 12. August 2013

50 stories - freunde

heiße tränen stiegen ihr in die augen und sie konnte die wut nicht mehr verbergen.
fahrt doch alle zur hölle!, schrie sie innerlich, während sie die musik lauter stellte.
ihr kopf machte platz für die musik und nahm nur noch diese auf.
aus einer plötzlichen erschöpfung hinaus glitt sie an ihrer tür hinunter.
ein leises schluchzen drang aus ihrer kehle, doch sie nahm es gar nicht wahr.
eigentlich nahm sie sowieso nicht mehr viel wahr. ihr sichtfeld war durch die immer wiederkehrenden tränen verschleiert, sie hörte die musik so laut in ihren ohren, dass sie kein anderes geräusch bemerkte.
mit zitternden händen nahm sie ihr handy in die hand und verschickte eine sms an ihre besten freundinnen kim und mary
hey 
mehr schrieb sie nicht, kein smiley, kein satzzeichen. nach wenigen sekunden erschien das "online" zeichen bei kim. aber es kam keine antwort. mary antwortete jedoch trotzdem und begann ohne umschweife von ihrem date zu erzählen. wie toll es doch gewesen war. wie toll dieser typ doch war. wie sehr sie ihn doch nochmal treffen wollte.
oh, wie schön für dich, mary
immernoch schien mary nicht zu bemerken, dass irgendwas anders war als sonst. sie konnte ihr keinen vorwurf machen, und wurde wütend auf sich selbst, weil sie es trotzdem tat.
ja, freut mich für dich, ihr kommt sowieso zusammen
der groschen schien nun doch gefallen zu sein, als mary sichergehen wollte, ob alles okay war.
natürlich
sie versuchte es sogar noch einmal, indem sie ein weiteres "ganz sicher?", schrieb.
alles in ordnung.
und dann antwortete mary überhaupt nicht mehr. sie hatte alles erzählt, was sie erzählen wollte und war einfach gegangen, nachdem sie es getan hatte.
das mädchen pfefferte ihr handy wütend in die ecke. jetzt war sie doch sauer auf ihre freundinnen. warum nannten die sich überhaupt noch beste freunde, wenn sie nie zeit hatten? 
aber nein, lass sie doch. du bist doch auch nicht besser.
trotzdem fühlte sie sich jetzt furchtbar allein. so allein. sie lief unruhig in ihrem zimmer herum. niemand wollte ihr zuhören. niemand wollte sich anhören, was bei ihr los war.
mit diesem gedanken ging sie duschen.

als sie wieder in ihr zimmer kam, sah sie, dass sie neue nachrichten empfangen hatte.
vielleicht kim, die sich entschuldigen wollte?, schoss es ihr durch den kopf, doch es war überraschenderweise nicht kim, sondern wieder mary.
"du? kannst du bitte einfach vorbei kommen, oder mit mir schreiben? oder mich anrufen oder sonst was? es geht mir nicht gut, und ich bräuchte echt ne freundin, die für mich da ist :("
sie wusste, dass es jetzt an ihr lag. mary brauchte sie, als freundin. und dennoch war mary vor weniger als einer stunde nicht für das mädchen da gewesen. also wäre ja eigentlich nur fair, sie jetzt zappeln zu lassen. andererseits hatte sie mary ja auch nie drum gebeten, vorbeizukommen.
aber nur, damit mary wusste, wie es war allein zu sein, hätte sie ihr jetzt nicht helfen müssen.

seufzend schrieb sie zurück, wischte sich die tränen weg, die schonwieder aufgetaucht waren und verließ ihr zimmer. zurück blieb ihr handy, die letzte gesendete nachricht war noch zu lesen:


so, ich hoffe diese geschichte hat euch gefallen (und ich hoffe mein handy gefällt euch auch! q:)
ich hab lange überlegt, ob ich sie einstellen soll, weil ich mir nicht sicher war, ob sie so gut ankommt. 
naja. egal.

xo,e.

Dienstag, 6. August 2013

tanz im ascheregen, tanz im ascheregen

die tage ziehen an mir vorbei, dritte ferienwoche schon.
und da war dieses gespräch. mit dem jungen, der in mich verliebt ist.
ich hab ihm die wahrheit gesagt. ihm gesagt, dass ich ihn nur als freund mag.
dass da jemand anders ist, und meine gefühle deswegen niemand anderen zulassen.

er war geschockt. dann verwirrt. dann einsichtig. dann hat er geweint.
und zum schluss, da hat er was gesagt, was mich so richtig berührt hat.
"ich werd warten. warten, bis du über ihn hinweg bist. ich lass dich nicht einfach so gehn. ich kämpfe."
und ich wusste nicht, was ich sagen oder tun sollte.
aber es war okay, dass ich nichts gesagt hab. er hat alles gesagt.
und ja, ich hab ihn sicher enttäuscht. mich selbst hab ich ja auch irgendwie enttäuscht.
dachte, wenn ich erstmal neben ihm sitze, dann fühle ich mehr.
aber nichts. nur eine gähnende leere, die mir signalisiert, dass ich ihn nur dann lieben kann, wenn ich weiß, dass ich es nur freundschaftlich tue.
und ja.
mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

meine welt ist im moment mal wieder auf einem nicht ganz stabilem pfad.
ich brauche jemanden, der einen plan hat. der ein ziel kennt.
der mir sagt, wo ich langgehen muss, damit ich erfolg habe.
ich meine, klar, ich will niemanden haben, der mir sagt, was ich tun muss,
niemanden, der mir die vorschriften erklärt.
aber ich brauche dennoch einen kleinen stups, der mir zeigt, welche wege es gibt, damit ich dann entscheiden kann.
ich bin unschlüssig, in den allerlächerlichsten dingen.

was noch?
das leben wird schöner und schöner. mit jedem tag habe ich zwar das gefühl, ein wenig an orientierung zu verlieren, aber dennoch lache ich mehr, rede mehr, finde mehr gefallen an dingen, die ich früher als nervig und unnötig abgetan habe. unternehme mehr mit freunden. freunde.
die,die mir noch geblieben sind. nicht mehr so viele. viele sind gegangen. ausland, oder einfach so weg.
das mag sich alles so widersprüchlich anhören, dass ich einerseits so verwirrt umherirre, und andererseits das leben versuche so zu genießen wie es ist.
aber ist es das nicht eigentlich? widersprüchlich, meine ich.
ich muss das leben einfach so hinnehmen, wie es ist.
es nimmt mich ja auch, wie ich bin. mal sehn.

mal wieder viele verwirrende gedanken, entschuldigt, aber jetzt fühle ich mich besser.
momentan herrscht nämlich eine ziemliche schreibblockade, und ich hasse sie so sehr, weil ich eigentlich unbedingt bloggen will, damit ich meine gedanken, die trotz der blockade noch zahlreich erscheinen, runterschreiben kann.

uff, freiheit.

xo,e.
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Donnerstag, 1. August 2013

so wake me up when it's all over

Ich spüre die sommerluft um mich herum, warm, angenehm. Hat sich abgekühlt.
der seichte wind streicht mir die haare aus dem Gesicht und lässt mich träumen.
Träumen von einem leben ohne schmerz, ohne verlorene Hoffnung.
Auch, wenn diese dinge zum leben dazugehören.
Ich sitze also hier, bei meiner tante.
Ohne druck, ohne stress.
Endlich mal fällt alles von mir ab.
Das einzige worum ich mich kümmern musste war das heutige Frühstück, das mach ich mit Vergnügen. Den tisch früh am Morgen decken, während meine tante und meine Schwester noch schlafen. Brötchen holen, die stille genießen, die freudigen Gesichter, als sie aufwachen und sehen, dass jemand an sie gedacht hat.
Herrlich.
Ich wünschte dieses Gefühl würde jeder mal zu spüren bekommen.
Diese freude von anderen, ein wenig vielleicht auch der eigene stolz.
Verrückte welt. Lässt mich strahlen, sobald ich mal woanders bin.

Es gibt noch so viele offene Fragen, fragen, die ich nie beantworten kann.
Fragen, die mich überholen und mir den weg versperren.
Aber sie spielen keine so große rolle, nicht hier.
Es ist wie magie, zauberei, ich fühle mich so wohl.
Wie zuhause. Wie damals.

Ich hab mit meiner tante geredet. So offen.
Ihr erzählt, dass da noch ein Gespräch offen ist, mit diesem jungen.
Er verdient es ja. Aber ich kann ihn nicht ansehen, ihm in die augen sehen und sagen
"Es tut mir leid, du bist nicht der letzte, an den ich denke, bevor ich einschlafe."
Er ist es nicht. Er ist nicht der, an den ich als erstes denke, wenn ich aufwache
Er ist nicht der, auf dessen sms ich ewig warte.
Und er ist auch nicht der, von dem ich träume.
Er ist eben einfach ein freund. Ein toller freund. Mein, wie ich mal gehofft habe, bester freund.

Eigentlich ist er total makellos. Sieht gut aus. Kein model, aber gut. Ist klug, aber kein streber. Hört immer zu, ist immer da, ruft mich an, wenn er hilfe braucht.
Macht die verrücktesten sachen mit. Lacht über sich selbst. Ist sarkastisch .
All das, was ich gut finde.

Aber trotzdem ist da nicht dieses Gefühl.
Das Gefühl von liebe. Was er anscheinend empfindet. Für mich.
Er wäre bestimmt perfekt, jedes Mädchen wünscht sich doch so jemanden.
Nur ich nicht ? Verdammt, was ist falsch mit mir

Er wäre ein neubeginn.
Aber ich kann nicht.
Will nicht.
Und wieder einmal,
Die Frage nach dem Warum .

Trotzdem lächle ich.
Das Leben wird schöner

Gute Nacht,
xo, e.


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