Sonntag, 29. Dezember 2013

50 stories - Du

kälte. der eiskalte wind zieht an ihren haaren, geht ihr bis unter die haut.
eine leere umhüllt sie, ihre gedanken. sie breitet die arme aus, will davonfliegen. weg mit dem wind, weg mit den vögeln. sie hat genug von diesem schmerz. dem leiden und den lügen die sie täglich erlebt. sie weiß, sie kann sich wehren. sie kann diesen menschen sagen, was sie stört. sie kann sich aufregen, oder einfach still sitzen. sie könnte etwas ändern. 
sie könnte es ändern, wenn sie unzufrieden ist. 
warum auch nicht? sie sollte doch zuerst an sich denken, denn immerhin war das hier ein kampf. ein kampf, in dem es bloß darum ging, nicht auf der strecke zu bleiben. mitzuhalten. doch sie hatte es satt. satt, jeden tag zu sehen, wie sich jeder zu sehr darum bemüht, mitzuhalten. wie jeder über jeden spricht. was jeder über jeden denkt. wie sie sich untereinander verhalten.

bei ihm war es anders gewesen. 

ihre gedanken driften davon, wie ein luftballon, den man nicht festhalten kann, weil der wind zu stark ist. 

er war es gewesen, der ihr gezeigt hatte, wie es richtig ging. wie man in dieser welt zurechtkam. wie sie in dieser welt zurechtkam. "ich will es dir zeigen", hatte er gesagt, in sich hinein gelächelt. sie hatte nie gewusst, was er dachte, aber sie hatte ihm vertraut. alles, was sie zu sagen hatte, ihm anvertraut. "eines tages werde ich nicht mehr da sein. ich werde weitergezogen sein, so, wie es jeder tut", er hatte es gesagt und sie hatte es nicht verstanden. er war nicht wie jeder, das war es ja grade, was ihn so faszinierend gemacht hatte. für sie war er einfach anders gewesen, also, wie konnte es sein, dass er fortgehen konnte, wie jeder andere auch? sie erinnerte sich an den abend, der letzte abend, an dem sie ihn gesehen hatte. sie hatte schon die ganze zeit ein schlechtes gefühl gehabt, doch als sie ihn sah, wurde dieses gefühl intensiver. 

"hallo", er lächelte nicht, wie sonst. seine augen glänzten. sie wusste, was passieren würde, aber sie wollte es nicht wahrhaben. "geh nicht", ihre augen füllten sich mit tränen.
"ich muss", mehr war es nicht, aber es brachte sie dazu, das weinen anzufangen. 
er strich ihr über die wange, wischte die tränen weg, ohne zu merken, dass auch er angefangen hatte zu weinen. 
"du musst nicht", sagte sie. doch er schüttelte den kopf, berührte ihre hand und sah ihr in die augen. 
niemals würde sie diesen blick vergessen.
"es tut mir leid, ich wollte dich nicht allein lassen"
sie gab auf. es hatte keinen zweck. er wollte gehen, dass war ihr schon lange vorher klar gewesen.
"werden wir uns wiedersehen?", sie schluckte. er zuckte mit den schultern. "ich bin kein hellseher. nur ein ganz normaler junge. aber du weißt, es funktioniert nicht. wir verletzen uns sooft. sind viel zu kompliziert"
"du bist nicht nur ein normaler junge. ich liebe dich", ihre stimme sackte in sich zusammen, sie war schwach. 

"gib nicht auf", er küsste sie auf die wange und ließ ihre hand los. sie begann zu zittern.

sie spürt den schwachen hauch seines atems trotz des kalten windes.
wann, oh, wann kommst du zurück?
doch auch der wind kennt die antwort nicht.
sie sieht auf den boden, während die tränen von ihren wangen tropfen.
es war eine liebe gewesen. eine liebe, die so stark und gleichzeitig zu schwach war.
aber es war einzigartig gewesen.
er war einzigartig gewesen.

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Mittwoch, 11. Dezember 2013

oh, it tears me up, I tried to hold on but it hurts too much

manchmal dreht sich das leben schneller in eine andere richtung, als man dachte.
ich meine, es ist nicht so, dass ich jetzt komplett anders bin,
von heute auf morgen einfach radikal ein anderer mensch bin.
aber was auch immer passiert ist, irgendwie scheine ich einen schleichweg zu nehmen.

meine gedanken kreisen plötzlich seltsamerweise um ganz andere dinge.
ich fange an, darüber nachzudenken was ich will.
egal, was andere sagen. und wenn es nur bei kleinen dingen ist
"ich will reingehen,kommst du mit?"
sicher, früher wäre ich die erste gewesen die aufgesprungen wäre
"ja", hätte ich gesagt "ja, ich komme mit", und dass, obwohl ich gern draußen bleiben würde.
obwohl ich lieber in einer gruppe ständ, als mit dir reinzugehen.
aber okay. es ändert sich im moment.
ich bin nicht mehr so abhängig.
ich will auch nicht mehr

dieses ganze gefühlsgedusel
ich meine, ich will nicht kalt oder was auch immer werden.
aber was bringt es mir?
was bringt mir mein ewiges "bitte lass mich nicht allein", geheule?
ich meine, ehrlich, warum überlasse ich diese entscheidung nicht denen, die sie treffen wollen.
wenn jemand gehen will, soll er gehen. die tür zu machen und darüber selbst nachdenken.
es ist nicht, als ob es mir egal wäre.
sondern einfach das bewusstsein darüber, dass ich niemandem sagen kann, dass er bleiben soll, wenn er lieber gehen will.
nur darf ich entscheiden, ob ich die tür jemals wieder öffne, wenn eine person gegangen ist.
denn dann ist es meine entscheidung. und die, die gegangen sind, müssen damit leben,
dass ich sie nicht mehr reinlasse.

oberflächlicher kram kann vorkommen.
sie können klingeln, ich öffne die tür, schaue ihnen in die augen, frage, was passiert ist.
aber hinter der türschwelle, mitten auf dem weg in mein inneres gefühlsleben,
da kommt niemand herein ohne meine erlaubnis.
ich weiß nicht, ob ihr versteht, wie ich das meine.
ich habe keine ahnung, ob das, was ich schreibe, für irgendjemanden (außer für mich) sinn ergibt.
ich hoffe einfach, dass mich niemand missversteht.
ich schotte mich nicht ab, im gegenteil.
und es ist mir auch nicht egal, denn diese egal nummer funktioniert bei mir dummerweise  nie.

es ist einfach,wie ich schon sagte.
ich will nicht abhängig von irgendwem sein.
meine nächte nicht damit verbringen,auf etwas zu warten, was selten passiert.
nachrichten, telefonate, was auch immer.

das lustige ist, dass, während ich diese zeilen schreibe, philipp poisels stimme ertönt.
halt mich, halt mich, halt mich, halt mich fest.
vielleicht ein wenig unpassend. vielleicht auch nicht

  ich denke, für heute reicht es.
meine gedankengänge sind noch unvollständig, wage.
kann noch nicht genau die worte wählen, die ich gern sagen würde.
lassen wir uns überraschen.
überraschen von der liebe, vom sinn, der zukunft

aber vor allem lassen wir uns überraschen vom leben,
denn es überrascht uns täglich.
gute nacht,

xo, e.
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Montag, 2. Dezember 2013

verzweifelt geliebt

ich finde nie einen anfang
und nie ein ende.
ich weiß nicht, wie ich anfangen soll zu schreiben, was ich ausdrücken will.

das leben ist nicht fair
ich weiß nicht, warum ich nicht loslassen kann.
weiß nicht, warum meine gefühle nicht weggehen.
hab keine ahnung, warum ich den tatsachen nicht einfach ins auge sehe
irgendwann, da konnte ich mal leben, ohne auf jemanden angewiesen zu sein.
ohne zu hoffen, den ganzen verdammten tag lang.

niemand meiner freunde versteht mich.
versteht nicht, dass ich nicht einfach "loslassen" kann.
dass ich nicht einfach meine gefühle ändern kann.
ich bin zu schwach
ich sag mir "jetzt wartest du, wartest du einfach ab"
es geht nicht

ich kann dieses gefühl des vermissens nicht unterdrücken.
es kommt wieder. und heute übertreibt es mal wieder maßlos.
vielleicht war das alles einfach zu früh.
vielleicht wäre es anders gewesen, wenn es erst dieses jahr passiert wäre. oder so.
vielleicht wäre es besser gewesen, wenn es nie passiert wäre-
vielleicht auch nicht. keine ahnung.
es war nicht zu spät. aber vielleicht war es zu früh.

ich weiß nicht,was ich tun soll
"ich gehe nicht weg"
hm, klar. ich geh ja auch nicht weg.
 ich bleibe anscheinend ewig. immer. bin nie die, die fort ist.
um mich brauch man sich nicht gedanken machen.
bin ja schließlich immer da.

ich wusste nie von deinen plänen
schade

ist irgendwie doof gelaufen
zu spät
oder eben einfach zu früh

xo, e.
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