Sonntag, 16. Februar 2014

das war die schönste zeit, weil alles dort begann

"Sehnsucht (...) ist ein inniges Verlangen nach einer Person, einer Sache, einem Zustand oder einer Zeitspanne, die/den man liebt oder begehrt. Sie ist mit dem schmerzhaften Gefühl verbunden, den Gegenstand der Sehnsucht nicht erreichen zu können." - Wikipedia
Sehnsucht und vermissen.

ich vermisse es, in den kindergarten zu gehen und auf der schaukel bis fast in den himmel zu schaukeln.
ich vermisse es, draußen mit meiner besten freundin rumzurennen, zu lachen, fotos zu schießen oder irgendwas dummes und sinnloses zu tun.
ich vermisse die warmen sommertage, an denen wir zu viert im gras lagen, zusammen gelacht haben und bis abends geredet haben, wasserschlachten veranstaltet haben oder einfach nur gefaulenzt haben.
ich vermisse mein altes zuhause, meine schwester, die neben mir gewohnt hat, bevor sie ausgezogen ist. genauso wie ich meine schwester vermisse, die ich kaum noch sehe.
ich vermisse meine grundschule, wo man jeden beim namen nennen konnte, und der kleine zufluchtsort im gebüsch, den meine freundinnen und ich damals als versteck benutzt haben.
ich vermisse die zeit, in denen wir irgendwelchen "promis" hinterhergehimmelt haben, die dsds zeit, in der es kein anderes gesprächsthema gab oder die zeit, in der wir draußen detektiv oder mutter,vater,kind gespielt haben!
ich vermisse die zeit, in der ich auf schuelervz aktiv war, in der ich viele neue und nette leute kennengelernt hab. in der wir alle miteinander vernetzt waren, in der es sooft streit aber auch freundschaft gab, freundschaft, die stärker war als jeder streit.
ich vermisse die urlaube mit meiner gesamten familie, oder die mit meinem vater und meiner schwester. die zeit, in der wir draußen lagen am strand oder durch die berge gewandert sind.
ich vermisse die zeit, in der wir uns per telefon statt per sms verabredet haben, um diddlblätter zu tauschen.
ich vermisse es, tränen zu lachen, mit freunden.
ich vermisse meine damalige beste freundin, die bevor sie ihr austauschjahr angetreten hat einfach den kontakt abgebrochen hat, nicht nur zu mir, sondern auch zu so vielen anderen.
ich vermisse den tag, an dem ich kommunion hatte, und ich mit einem riesengroßen messer den kuchen anschneiden durfte, wo mein name draufstand.
ich vermisse meinen opa und seine bonbons.
ich vermisse die zeit, in der wir in der küche meiner oma saßen und ich kekse backen wollte, aber nach 3 minuten schon wieder spielen gehen wollte.
ich vermisse das lachen meiner oma.
ich vermisse den tag, an dem ich in die 5. klasse gekommen bin und alles neu und unerforscht war. an dem tag, wo man noch so offen und unbedacht war.
ich vermisse die zeit, in der ich so gerne getaucht bin.
ich vermisse die orte, an denen ich spazieren gegangen bin, mit meiner familie.
ich vermisse das fahrradfahren.
ich vermisse die nächte in den sommerferien, in denen ich die ganze zeit mit meiner schwester geredet habe, und gleichzeitig gechattet habe.
ich vermisse den tag, an dem ich mit meinem ersten freund zusammen gekommen bin.
ich vermisse die zeit, in der wir im freibad waren, alle zusammen.
ich vermisse es, rauchen und alkohol für was schlechtes und schlimmes zu halten, und ein zustimmendes "ja" von all meinen freunden zu bekommen.
ich vermisse meinen geburtstag, an dem mein früherer bester freund da war.
ich vermisse den letzten tag, an dem ich wirklich mit ihm geredet hab, bevor er gesagt hat, dass ich in ihn verknallt bin und ich danach aus angst und blamage den kontakt abgebrochen habe.
ich vermisse das fußballspiel, bei dem ich war.
ich vermisse die konzerte, auf denen ich war.
ich vermisse meinen ex freund, die zeit die wir zusammen hatten und die nächtlichen süßen sms, die zeit, in der er mir immer einen imaginären gute-nacht-kuss gegeben hat, und ich glücklich war.
ich vermisse weihnachten, den weihnachtsmarkt und das eislaufen.
ich vermisse die zeit, in der ich so früh zuhause war und nach der schule ganz viel unternehmen konnte.
ich vermisse es, nachts draußen zu sitzen, mit meinem exfreund zu telefonieren und  dabei die sterne zu beobachten.
ich vermisse den schnee.
ich vermisse meinen alten und ersten blog.
ich vermisse meinen schreibstil von früher, von meinem ersten post und von vielen geschichten davor.
ich vermisse es, jemandem von mir zu erzählen, jemand, der nach mir fragt und jemand, der mich braucht.
ich vermisse die partys, auf denen ich war.
ich vermisse die träume von dir, die so echt und lebendig waren, dass ich lächelnd aufgewacht bin, weil ich dich umarmen durfte.
ich vermisse den ersten tag der oberstufe, der sonnig und einfach nur total schön war.
ich vermisse den alten ipod von meiner schwester.
ich vermisse es, meinen vater zum lachen zu bringen.
ich vermisse die tage, an denen ich nur raps gehört habe, die auf youtube zusammengemixt waren.
ich  vermisse den tag, an dem ich im bus angefangen hab zu weinen und an dem der busfahrer mir gesagt hat, dass ich nicht weinen brauche, weil das leben immer weiter geht.
ich vermisse es, von einem glücksgefühl überwältigt, rauszulaufen und im sonnenschein zu tanzen.
ich vermisse es, durch den wald zu rennen und über mein leben nachzudenken.

ich vermisse so vieles, und bestimmt noch so viel mehr, als ich aufgeschrieben habe.
aber ganz egal wie perfekt diese erinnerungen auch sind, das ist nicht das, worum es geht.

was wir nicht können, ist irgendwas wiederholen
kein augenblick, kein moment kann sich je wiederholen
wir können nicht zurück,
UND WARUM SOLLTEN WIR AUCH?

denn ja, all diese momente haben in der vergangenheit stattgefunden, aber mit der hoffnung daran, dass noch soviele dieser perfekten zeiten und wunderbaren momente stattfinden werden, 
sollten wir nicht in diesen zeiten stehen bleiben.
heute habe ich mich einmal zurückversetzt, in meine kindheit, aber auch in dinge, die noch ganz aktuell sind. 
aber nach jetzt werde ich mich auf die neuen zeiten gefasst machen, mich nicht fragen, warum die schönen dinge schon vorbei sind.

Carpe diem, und danke.

xo,e.

Samstag, 15. Februar 2014

bilder von dir, überdauern bis in die ewigkeit

denn manchmal, manchmal muss man nur lange genug auf das bild schauen, 
um zu begreifen
 und zu verstehen, woran es erinnern soll. 

meine lieben,
einen monat ist es her, auf den tag genau von meinem letzten post.
ich finde im moment nicht die passenden worte, bzw den richtigen zeitpunkt.
in dem monat ist viel passiert, so viel,dass ich schon mit dem gedanken gespielt habe, meinen blog zu löschen, einerseits aus mangel an posts und immer größer werdenden abständen, in denen ich poste, andererseits weil ich mittlerweile sehr vieles einfach nur noch für mich allein aufschreibe, weil ich da namen besser verwenden kann und auch viel klarer über personen schreiben kann, die diesen blog möglicherweise noch kennen.
aber dann ist mir klar geworden, dass jetzt nicht der richtige zeitpunkt ist, um einfach zu gehen.
ich bin vielleicht nicht mehr so aktiv auf blogger, aber ich habe dennoch das gefühl, dass ich, wenn ich mich hier umsehe, vielen menschen liebe worte dalassen kann und gleichzeitig selbst immer irgendwie aufgefangen werde.


gestern, am valentinstag war ich mit ein paar freundinnen im wohl kitschigsten film, der momentan in den kinos läuft. unterlegt mit schönen musikstücken und einer total romantischen handlung. dass wir ausgerechnet gestern in dem film waren, war aber eher zufall, weil keiner von uns so richtig was mit diesem tag anfangen konnte. mir ist er gleichgültig, ich find es immer wieder lustig zu sehen, wie sich so viele über diesen tag aufregen, und dann noch die, die sich mit ihrem oder ihrer liebsten einen schönen tag machen. warum soll man sich darüber aufregen, wenn andere glücklich sind , diesen tag zu feiern?

aus dem kino raus, und wir begegnen einfach meinem exex freund, der scheinbar allein vor dem kino wartet. es war ewig her, ich hab ihn ewig nicht gesehen oder gesprochen, und es war ein total verrückter zufall, aber ich dachte mir einfach, "was hab ich zu verlieren?", und hab meinen freundinnen gesagt, sie sollen schonmal vorgehen.
weil ehrlich gesagt, eigentlich hatte ich wirklich nichts zu verlieren.
wir haben uns eine weile unterhalten. am anfang war es komisch, ich meine, was sagt man jemandem, der einst alles von einem wusste und dann plötzlich gar nichts mehr?
er hat auf seine freundin gewartet, um jetzt mit ihr in die abendvorstellung zu gehen.
er schien einen guten weg gefunden zu haben, lächelte wie er es früher getan hatte und erzählte ein wenig von sich. guter abschluss auf der realschule, in seiner familie alles okay, kurz gesagt: es läuft.

ich war froh das zu hören. einerseits hätte ich ihn gern gefragt, ob wir uns nochmal sehen wollen, aber andererseits war ich glücklich, nicht mehr mitten in seinem gut laufendem leben zu stehen, ihn nur von außen zu betrachten, und zu sehen, dass er zufrieden mit sich selbst war.
keine dramen mehr, kein geheule, diese zeiten waren vorbei.
vielleicht stimmt es ja,

vielleicht muss man menschen manchmal loslassen, gehen lassen.
auch, wenn ich weiß, wie schwer es war, wie verdammt schwer es damals war, ihn zu verlieren. und auch, wenn ich weiß, dass ich nur von ihm weggekommen bin, weil ich hilfe hatte,
ist mir klar geworden, dass es gut war.
richtig und gut.

denn auch, wenn wir eine schöne zeit zusammen hatten,
waren wir nicht füreinander bestimmt, er und ich.
so ist es.

zufrieden und gelassen konnte ich weitergehen,
nach hause fahren und schlafen.
mit dem gedanken daran, dass zwischen ihm und mir nichts mehr ist, nichts stressiges, nichts verliebtes. das da einfach nur sympathien sind, ganz normale eindrücke.
das klingt alles so furchtbar traurig.
so"die beiden geliebten kennen sich nicht mehr"
aber das war es nicht,
so ist es nicht. es war ein gutes gefühl.
das gefühl eines abschlusses, der endgültig und gut ist.


xo,e.
savinq:

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