Dienstag, 29. April 2014

50 stories - Schule

 es ist kalt, regnerisch und vernebelt.
sie stößt die kühle luft aus, lächelt sich prüfend in der spiegelung ihres handys an.
nicht perfekt, aber ziemlich gut!, stellt sie erleichtert fest, stolz auf ihr neu gekauftes outfit.
das wird ein großartiger tag!, sie grinst in sich hinein und stolpert fast dem nachbarsjungen in die arme, der sich ebenfalls auf den weg zur bushaltestelle macht.
er bleibt stehen, starrt sie kurz an und geht schnell mit gesenktem kopf weiter.
sie lächelt wieder, großartig, einfach nur großartig!
ein blick auf die uhr: 7:27, sie muss sich beeilen!
mehr gehetzt als glamourös stolpert sie in den bus hinein, der grade im begriff ist, die türen zu schließen. danke,danke,danke!, zufrieden lächelt sie dem busfahrer zu, der ihre geste mit einem nicken erwidert.
sie lässt sich auf einen freien sitzplatz plumpsen und wartet darauf, dass ihre freundin an der nächsten haltestelle einsteigt.
die busfahrt verläuft ruhig, aber gut. beide sind in ihre gedanken vertieft und trotzdem froh, dass der andere mitfährt.

1. stunde - biologie, verdammt. sie rennt zum bioraum und kommt grade noch rechtzeitig mit dem lehrer durch die tür.
"wer will denn mal erklären, was wir letzte stunde erarbeitet haben?"
der lehrer schaut sie an und grinst; "du."
"also vielleicht.. also ich weiß nicht..", sie zwingt sich tief durchzuatmen und ihre gedanken zu sammeln.
der lehrer zieht eine augenbraue hoch. "also?"
"ich weiß es nicht"

die schwarzgeschriebene 6 auf dem weißen papier lässt sie schlucken.
nicht heulen, ist nur eine note.
nicht heulen, nur eine verdammte note.
alles wird gut.

es klingelt zur pause. ihre freunde sind noch nicht da, wo sie sich sonst immer aufhalten.
sie wird nervös, nach der 6 in biologie ist sie verunsichert. leute rennen an ihr vorbei, aber niemand außer ihr ist alleine. alle blicke starren sie böse an;
guckt sie euch an, sie hat keine freunde!, scheinen die blicke zu sagen.
da endlich biegen ihre freundinnen um die ecke. sie fühlt sich nicht mehr angestarrt, bis ihre beste freundin mit ihrer anderen besten freundin weggeht, um ein gespräch zu führen.
jetzt lästern sie bestimmt.
und ich stehe hier, allein, verdammt.

5 stunde, sport.
 "bildet bitte 4-er teams", der lehrer sieht durch die menge.
"ihr seid fünf, einer von euch muss da rüber", sagt er zu der gruppe, in der sie steht und deutet gleichzeitig auf eine gruppe von 3 mädchen.
keiner mag diese mädchen, sie ganz besonders nicht. hochnäsig, besserwisserisch, nervtötend.
"kannst du nicht rübergehen?", die stimme einer freundin lässt sie aus den gedanken aufschrecken.
neinneinneinneinnein!!
"klar, kein problem", sie geht rüber.
"hey. wie heißt du nochmal?", die schlimmste von den dreien.
"nicole", meine stimme ist weit entfernt, ich kenne diese 3 mädchen genau - seit zwei jahren schon - als ob sie meinen namen immer noch nicht kennen.

 "Ich will nicht neben nicole stehen, die kann nicht richtig werfen."
"Geh mal aus dem weg"
"uh, bei deinen beinen würd ich auch keine kurze hose tragen"

die 9. stunde ist vorbei.
sie wird abgeholt, von ihrem vater.
"hey, wie war die schule?"
hm. schrecklich. ekelhaft. keiner mag mich. ich stand so oft alleine rum, ich will schlafen, mich vergraben, niemand hat was zu meinem neuen outfit gesagt und ich will am liebsten nichts sagen und einfach nur heulen.
"ganz gut.", sie lächelt nervös.


es ist kalt, regnerisch und vernebelt.
sie stößt die kühle luft aus, sieht sich prüfend in der spiegelung ihres handys an.
ich seh aus wie eine leiche, stellt sie fest, während sie im auto sitzt.
ich  hasse mich, sie starrt das fenster an und als sie zuhause ist, stolpert sie sofort in ihr zimmer.
die tränen kullern sofort, sobald sie die tür geschlossen hat.
sie schluchzt, wie hatte der tag so schieflaufen können?
ein blick auf die uhr: 16:27.

was sich in neun stunden doch alles ändern kann.
nie wieder will sie in die schule. nie nie nie nie wieder.



das war so in etwa mein tag, irgendwie fiel es mir leichter, ihn in einer geschichte zu verpacken.
sie ist zwar anders als die, die ich sonst schreibe, aber ich musste das irgendwo festhalten.
danke
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Sonntag, 27. April 2014

ist mir alles egal, hauptsache du bist da

"The sun sees your body. The moon sees your soul"

 morgen beginnt die schule wieder.

mir wird schlecht, wenn ich nur dran denke und ich kann nichtmal erklären, warum.
oder vielleicht doch. ich war froh, zwei wochen ohne leute auszukommen, die urteilen über alles, was ihnen in die hände fällt und nicht zu 100 % ihren vorstellungen entspricht.
du bist nicht ihrer meinung?nerv nicht!
bist du ihrer meinung? schleimer!
du sitzt alleine in der pause rum? opfer!
du siehst anders aus, als jemand, der "normal" ist? hässlich!

egal was sie sehen, sie urteilen, ohne nachzudenken.
es ist nicht so, dass ich meine schule nicht mag, im gegenteil, ich bin wirklich froh, sie gewechselt zu haben, aber es ist einfach überall dasselbe system.
außerdem mag ich es, nur die leute zu sehen, die ich sehen will, die ich mag.
im moment ist das zwar niemand, aber hey.

es geht mir besser als die gesamten letzten tage,
ich war heute sogar schon kurz draußen, ein bisschen im wald laufen, aber da war heute nichts los und das war vielleicht auch besser so.
ich hab versucht, alles, woran ich gedacht habe zu verdrängen.
es endete damit, dass ich geweint hab.
war vielleicht irgendwie im nachhinein ziemlich doof, besonders, weil ich einen nachbarn von mir getroffen hab, der sich jetzt bestimmt fragt, warum ich weinend durch den wald laufe, aber okay.
ich hab versucht, zu verstehen, warum das alles hier passiert, bzw bereits passiert ist, aber ich weiß es nicht, ich verstehs nicht.

ich vermisse die früheren jahre, egal, wie oft ich mir sage, dass ich nicht zurükdenken soll, es passiert mir viel zu oft.
ich denk dran, 2012, 2013, alles was war, alles was gegangen ist.
es tut mir weh.
es gibt so viele alte geschichten, die nie mehr stattfinden werden.
es gibt so viele frühere beste oder supergute freunde, die man heute noch 1-2 mal im monat anschreibt, wenn überhaupt.
es gibt keine richtige freundesclique mehr -
ich sollte mich am besten mit dem, was ich jetzt habe glücklich schätzen,
aber ich kann nicht. es geht einfach nicht, und wahrscheinlich bin ich am ende dann doch wieder die, die 2014 vermisst, weil es ja so schön war, aber ich wusste es nie zu schätzen, verdammt.

vielleicht sollte ich morgen zuhause bleiben.
es wäre bestimmt nicht gut, unter so viele menschen zu gehen.
mein magen dreht sich bei dem gedanken daran schon um.
mein vater selbt hat mir schon vorgeschlagen, mich krankzuschreiben.
selbst er sieht es mir an. aber was eigentlich?
dass ich nicht gut drauf bin? dass ich in einer stillen leere hocke?
dass ich nichts sehen, hören, spüren will?
ich weiß nicht, was er denkt.
er spricht nicht darüber mit mir.
macht sich wahrscheinlich gedanken, wie ich seine tochter sein kann..

er war mit 16 anders, viel sorgloser, freier, mutiger.
ich wünschte, ich wäre so.
aber bin ich nicht.
werd ich nie sein.
amen.

xo,e
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Samstag, 26. April 2014

don't you know that you're toxic?

"Wenn du dich zwischen zwei Möglichkeiten nicht entscheiden kannst, wirf eine Münze. Wie die Münze landet ist völlig egal, beim Hochwerfen wirst du schließlich merken, auf was du hoffst."

das bloggen ist im moment das einzige, wozu ich mich aufraffen kann.
ich liege seit 4 tagen nur noch im bett, die decke bis zur nasenspitze zugedeckt, schaue den zeigern meiner uhr zu, wie sie davonlaufen, wie die zeit vergeht, aber ich tue nichts dagegen.
es ist mir egal, ich will nur noch den ganzen tag schlafen, schlafen, schlafen, nichts als schlafen.
das einzige, was mich vom ewigen schlafen abhält sind wenige menschen;
meine schwester, die keine ahnung hat, was los ist, die mich verloren hat, in dem moment, in dem sie mich allein gelassen hat, und ich kann es ihr eigentlich nichtmal übel nehmen, aber ich tue es, obwohl ich es nicht will, und es tut mir weh, wenn ich sie verletze aber es tut noch mehr weh, wenn ich es nicht tue.

sie versteht nicht, bringt mir nur essen. "du musst was essen", haha. als ob ich schon seit monaten im bett liege und verhungere, nein, ganz sicher nicht.
es geht noch nicht lange so, ich esse weiterhin, bin nur zu müde um aufzustehen, zu müde, um bis zum kühlschrank zu laufen.
ich bitte sie nicht darum, mir essen zu bringen, aber sie tut es trotzdem. sie versucht, gespräche anzufangen,aber ich wehre sie ab, liege nur rum und starre sie an, als ob sie mit sich selbst reden würde.
irgendwann geht sie, und ich bin endlich wieder allein. allein, endlich.
ich brauche zeit für mich, ich brauche ruhe, um denken zu können.
vielleicht vegitiere ich im moment eher als zu denken, aber trotzdem fühle ich mich besser, als wenn ich aufstehe, mein schädel brummt, wenn ich mich nur hinsetze.
ich fühle mich alt, krank und schwach, vielleicht ist das ein placebo effekt, oder ich bin wirklich krank, wer weiß.

eine meiner freundinnen lässt mich auch nicht in ruhe. egal an welchem tag, sie kommt so oft vorbei, ich raffe mich auf, gehe duschen, rede mit ihr, aber höchstens drei stunden, dann sage ich ihr, mir geht es nicht gut, oder mein vater will, dass sie geht, irgendeine ausrede fällt mir immer ein.
ich ertrage einfach niemanden so lange im moment.
allmählich beginne ich mir selbst sorgen um mich zu machen.
draußen zieht das leben einfach ohne mich weiter, und ich hab angst, dass ich es nachher nicht mehr einholen kann.

hier werde ich aufgefangen, auf meinem endlosen fall ins leere.
der einzige ort, an dem es mir nichts ausmacht, dass viele menschen um mich herum sind. blogger. menschen, die sich gut oder schlecht fühlen, es aufschreiben und erklären.
hier sind die, die meinen fall abfangen, die gesehen haben, dass ich der klippe zu nah kam und die mich gefangen haben.
es spielt keine rolle, ob es bestimmte leute gibt, aber einfach das wissen, dass andere  von sich berichten, ich ein paar nette worte dalassen kann, es hilft so.

auf dem weg in die ewige leere, lasse ich euch ein paar worte da,
damit ich nicht auch noch meine gedanken verliere.
xo, e.
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Freitag, 25. April 2014

so you don't have to call anymore, i won't pick up the phone

wenn ich zurückschaue, und ich schaue wirklich gern zurück, obwohl ich weiß, ich sollte nicht, dann seh ich andauernd dein gesicht vor mir. ich sehe dein lächeln, mit dem du mich immer angesteckt hast. aber ich sehe viel mehr in deinem lächeln; ich sehe die momente, in denen du lächelst.
es zu beschreiben ist einfach nicht möglich - wie sollte ich ein lächeln beschreiben?
manchmal erreichte es deine augen nicht ganz, eine sache, die bei mir auch immer öfter vorkommt.
"lächeln, damit sie nicht fragen", oder so. aber es gab auch momente, in denen du gelacht oder gelächelt hast in denen es echt war, und du hast mich sofort erreicht und bist einfach so und ohne um erlaubnis zu fragen mitten in mein herz gegangen, hast es erwärmt und zum fliegen gebracht.

und dann hast du einfach aufgehört mich so anzulächeln.

ich meine, nicht von jetzt auf gleich, aber immer ein stückchen mehr, bis nichts mehr von unserem "wir" übrig war. bis alles, was wir hatten, aufgebraucht war.
ja, schon klar, ich bin dir egal.
- nur hätten wir das vielleicht früher klären können, dann hätte ich mir keine hoffnungen machen müssen, und überhaupt hätte ich schon viel früher anfangen können, mit dem abkapseln von dir.
ich würde gern sagen, dass es irgendwie mein freier wille war, aber eigentlich war es deine entscheidung und ich muss eben einfach damit leben, denn wenn von zweien einer keine lust mehr auf den anderen hat, dann kann der andere ja nicht einfach so tun, als ob alles okay wäre.
ist es nicht. okay, meine ich. vielleicht ist es besser so, besser, als wenn der kontakt langsam von selbst abdriftet und ich mich noch bemühe, obwohl es eigentlich schon zu spät ist.
zu spät. was heißt zu spät eigentlich? vielleicht war es nicht zu spät, sondern vielleicht kam es ja ganz pünktlich, eben weil es genau jetzt richtig ist, sich nichts mehr vorzumachen.

menschen vertrauen anderen eben einfach zu schnell. ich hab dir mein herz ausgeschüttet, du warst die person, die mehr über mich wusste, als all meine anderen freunde, und wie neidisch sie deswegen waren, wie gern sie dich gekannt hätten, und wie gern sie mehr über dich erfahren hätten.
denn wenn jemand mehr weiß als alle anderen, dann ist man interessant, oder nicht? ich meine, für die anderen ist man interessant, egal, wer man ist. sobald man mehr weiß, ist man wichtig, und kein kleines detail mehr.

vielleicht hätte ich nicht so naiv sein sollen, ich meine nicht, dass es jetzt alles falsch war, was ich gemacht hab. aber ich hätte einfach nicht so ehrlich sein sollen, wer weiß, es hätte alles so bleiben können wie es früher war. früher, obwohl mir unsere zeit so kurz vorkam.
trotzdem, es steht einfach fest, ich kann niemanden mehr so nah zu mir ranlassen. was heißt nah? vertrauen ist nichts schlechtes, das weiß ich, aber man setzt oft genug das vertrauen in die falschen.
falsch ist auch nicht richtig. du warst ja immer richtig, nie falsch, ich hab nie gezweifelt, es fällt mir jetzt immernoch schwer.

ich mein, was tu ich hier eigentlich?
mit ein bisschen musik ist das ganze nicht direkt vorbei, schluss, aus ende.
ich kann hier keinen schlussstrich ziehen, dafür fehlt mir einfach der wille.
aber ich rede mir gern ein, wie es wäre frei davon zu sein.
frei von schuldgefühlen, frei von den gefühlen, die mir jede nacht ins ohr schreien, dass ich dich sofort anrufen muss, dir schreiben muss. alles verlangt nach dir.
ich ruf dich nicht an, ich schreibe dir nicht.
das einzige was ich tun kann ist warten. warten, dass meine gefühle schlummern, mich in ruhe lassen, weggehen oder sich selbst ersticken, weil es zu viele verschiedene sind, soviele, dass sie alle nicht genug platz in meinem kopf haben.

siehst du, wo wir gelandet sind? siehst du es?
angefangen hat es mit deinem lächeln, und es endet in einem gefühlschaos.
jedesmal. immerwieder.
und wenn sich die gefühle verziehen, was dann?
was kommt danach?
ich liege bloß rum, frage mich, warum wir alle hier sind, was wir alle hier wollen-
liege die ganze zeit dort, schlaflos, übernächtigt, müde.
manchmal, ganz plötzlich schießen mir die tränen in die augen.
und dann, dann geht es wieder.
die gefühle gehen zurück, wut macht sich breit.
ich beiße die zähne zusammen, sage mir selbst, dass ich das schon schaffe, pfeif auf dich, lache über dich, weine wegen uns und schluchze mich in den halbschlaf, bis ich wieder aufwache, mitten in der nacht, von albträumen geschüttelt, auf der suche nach wasser, ich brauche wasser.

mein ganzes leben spielt sich neben mir ab, ich bin da, aber was bin ich ohne dich, dein lächeln, dein gesicht, deine wärme? wo ist sie, deine wärme? was ist aus dem geworden, was wir zu anfang waren.

ich vermisse es, alles.
aber am meisten vermisse ich dich, wie du warst.

xo, e.
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