Sonntag, 15. März 2015

together we cry

ich habe sehr lange geglaubt, dass menschen wie ich sich  nur schminken, um den anderen zu gefallen.
und sicher ist das in großen teilen auch richtig. sicher wollen wir alle akzeptiert werden,
und dass eben nur, wenn wir uns schön fühlen.
aber das ist genau der punkt.
wir schminken uns nicht, damit jemand uns akzeptiert.
wir schminken uns, setzen uns eine maske auf, damit wir uns selbst akzeptieren.
weil alle anderen uns entweder so akzeptieren wie wir uns selbst geben,
oder eben auch nicht, aber daran kann man nichts ändern.
manche menschen wollen nichts mit einem zutun haben, andere schon.
aber diese anderen doch nicht nur, wenn man sich geschminkt hat,
ich meine; ernsthaft. klar, wenn man mehr ausstrahlung hat und offener ist,
natürlich ist das auf die anderen irgendwie sympathischer wirkend.
aber wirken wir durch schminke selbstbewusster, oder fühlen wir uns einfach nur selbstbewusster mit schminke und strahlen deshalb eine andere ausstrahlung aus?
ich meine, ganz ehrlich - wann hab ich das letzte mal am wochenende in den spiegel geguckt, mich gesehen und mir gedacht "wow, bist du hübsch."
falls es je vorgekommen ist, erinnere ich mich nicht dran.
aber genau das ist es doch.
wir denken das eben nicht, weil wir immer macken und fehler an uns selbst finden.
diese versuchen zu beheben, und mit dem versuch der manchmal in unseren augen gelingt,
fühlen wir uns stärker, mutiger und das wirkt sich auf andere aus.
selbstbewusste menschen brauchen keine schminke, sagen sie,
weil es ihnen egal ist, was andere denken.
daumen hoch, an diese seelen, die es geschafft haben, ich beneide solch eine einstellung.
aber ihnen ist es nur egal, weil sie dieses selbstbewusstsein schon haben,
und manche müssen es sich eben anschminken.

ich meine, es ist einfach ein unterschied, ob menschen mich mögen weil ich geschminkt bin,
oder ob menschen mich geschminkt mögen, weil ich mich dann anders verhalte.

ich weiß nicht, ob das nur so ein gedanke ist, der vorbeigeflogen ist.
vielleicht ist es nichts weiter als ein lahmes gedankenspiel.

aber ich wollte es gerne festhalten.

Freitag, 13. März 2015

und wenns am schönsten ist, du nichts mehr vermisst, dann mach die augen auf

der zweite tag in kürzestem abstand, an dem ich blogge.
allein an dieser tatsache merkt man, dass ich nicht ganz zufrieden bin.
zufrieden ist man sowieso nie, glaube ich. außer vielleicht in manchen momenten,
aber so insgesamt hat man immer was, worüber man sich beschweren kann.

gut. ich sitze hier, freitagabend, nichts zutun, nichts zu denken.
ich sitze bloß hier und denke nach.
frage mich, was wäre wenn.
aber was wäre wenn?

dabei  die musik, die mich bisher nie im stich gelassen hat.
der ich immer zuhören kann, egal wieviel sie zu erzählen hat.
und manchmal, da denke ich über die künstler nach;
welcher künstler lebt seine lieder, welcher künstler nicht?
gibt es überhaupt jemanden, der seinen eigenen song nicht mag?
ich weiß nicht, wenn ich sänger wäre, ich weiß wirklich nicht, ob ich wollen würde, dass so viele verschiedene menschen meine musik hören.
ich meine, klar, ich berühre menschen mit meiner musik, und das ist bestimmt toll, aber
- will ich auch, dass ihnen meine gedanken so nah gehen?
will ich, dass sie sich mit meinen vertonten gedanken identifizieren,
will ich wirklich, dass sie meine musik hören, wenn es ihnen gut oder schlecht geht?
will ich, dass sie dieses ganz persönliche etwas von mir - sofern wir jetzt mal nicht davon ausgehen dass ich meinen song fertig auf den tisch gelegt bekommen hab  -
an diese ganzen leute geht, die mich nicht kennen und die ich nicht kenne?

ich weiß es wirklich nicht.
aber mache ich was anderes?
ich schreibe. ich schreibe, was ich denke, manchmal eher auf meine persönliche situation bezogen, manchmal allgemeiner.
und was, wenn sich einer meiner leser mit  einem text identifizieren kann?
ich würde es doch nicht schlimm finden, denke ich.
natürlich ist mein blog nicht in dem umfang zu sehen wie ein bekannter song,
aber trotzdem ist er theoretisch für viele zugänglich.

ich schweife heute sehr weit aus
mein bauch ist gefüllt mit leere.
unerklärliche leere
leere
ich möchte spazieren gehen

warum ist niemand da?
keiner, der mit mir geht.
niemand, der um 3 uhr nachts mit mir raus geht.
einfach, weil wirs können.
leere

Donnerstag, 12. März 2015

But I wonder where were you when I was at my worst?

und ja, genau das frage ich mich wirklich.
irgendwie ist das alles ganz und gar nicht so, wie ich das haben wollte.
ich meine, klar, eigentlich ist alles cool und alles toll.
aber dahinter ist noch mehr.
du siehst mich an, merkst nicht, dass meine stimme bricht.
merkst nicht, dass ich dir was sagen will -
merkst eigentlich gar nichts, außer wenn es darum geht, dass ich schlecht gelaunt bin.
und ich sehe dich an, will dir erklären, was ich meine,
aber du hörst nicht richtig zu.
du hörst was ich sage, aber du hörst doch nicht richtig.
du hörst nicht zu.
denn hättest du auch nur einmal wirklich zugehört,
dann hättest du gemerkt, dass nicht alles toll ist.
dann hättest du fragen können. fragen sollen.

in einer beziehung ist nie alles perfekt, und das ist mir auch bewusst.
aber es ist bescheuert, ich bin wie im falschen film.
ich spiele meine seite und du deine, aber wir spielen nicht gemeinsam,
und mittlerweile weiß ich einfach nicht mehr, wie lange das noch weitergeht.
wie lange ich das noch kann.

du lässt mich nachts alleine durch die straßen laufen,
und sagst mir ich soll dir schreiben, wenn alles gut ist.
und ich schreibe nicht

und du fragst nicht

und ich schreibe

und du tust als ob alles super ist.

aber das ist es nicht. ich bin an dem punkt, wo alles negative wie eine welle über mir zusammenbricht, wie ich dir entfliehen will, und dass, obwohl du mir wichtig bist,
obwohl du mir nicht egal bist

und ich will es nicht kaputt machen,
ich will es wirklich nicht schonwieder kaputt machen
und das ist ein ganz normales teenager problem

aber es ist so schwierig.
und es wird nicht leichter.
und du verstehst nicht.

oder vielleicht ist es dir auch egal,
nur ich bin dir nicht egal und ich versteh nicht, wie du alles, einfach alles ignorieren kannst.
wie du noch nie mit mir streiten konntest, obwohl ich den größten mist abgezogen hab.
wie kann es sein, dass ich immer, immer ich, dich auf alles anspreche.
ich die einzige von uns beiden bin, die sich nicht mit allem abfindet.
ich verstehs nicht.
vielleicht versteh ich es halt einfach nicht.
vielleicht bin ich die ,die es nicht rafft.
vielleicht haben wir zwei unterschiedliche vorstellungen davon.

aber ich kann so nicht weitermachen
und das tut mir leid
weil ich schon wieder die sein werde, die verletzt
ohne mich in den mittelpunkt stellen zu wollen,

schonwieder hab ich es irgendwie nicht drauf, damit klarzukommen.
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